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/ 20.06.2013
Karl E. Birnbaum

Weltpolitik als Lebensschicksal. Erlebnisse im Zwanzigsten Jahrhundert

Münster: agenda Verlag 2005 (agenda Frieden); 134 S.; 14,80 €; ISBN 3-89688-240-6
Birnbaum, der u. a. als Direktor des Außenpolitischen Instituts Stockholm, des Österreichischen Instituts für Internationale Politik und als wissenschaftlicher Direktor des European University Center for Peace Studies in Schlaining tätig war, verknüpft in seiner Autobiografie persönliche Erfahrungen und Stationen mit weltpolitischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts. Kindheit und Jugend als Sohn des journalistisch arbeitenden Vaters werden schon durch die Veränderungen im Europa der 30er- und 40e...
Karl E. Birnbaum

Weltpolitik als Lebensschicksal. Erlebnisse im Zwanzigsten Jahrhundert

Münster: agenda Verlag 2005 (agenda Frieden); 134 S.; 14,80 €; ISBN 3-89688-240-6
Birnbaum, der u. a. als Direktor des Außenpolitischen Instituts Stockholm, des Österreichischen Instituts für Internationale Politik und als wissenschaftlicher Direktor des European University Center for Peace Studies in Schlaining tätig war, verknüpft in seiner Autobiografie persönliche Erfahrungen und Stationen mit weltpolitischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts. Kindheit und Jugend als Sohn des journalistisch arbeitenden Vaters werden schon durch die Veränderungen im Europa der 30er- und 40er-Jahre, die nicht zuletzt die Auswanderung der Familie von Polen nach Schweden nach sich ziehen, bestimmt. Nach einer historischen Ausbildung und ersten Studien wendet sich Birnbaum mehr und mehr zeitgeschichtlichen und politikwissenschaftlichen Fragestellungen zu, die schließlich in einer Konzentration auf die Friedens- und Konfliktforschung münden. Das Panorama des Kalten Kriegs bestimmt wesentliche Teile der beruflichen Tätigkeit Birnbaums, der nicht nur als Beobachter, sondern auch politikberatend (etwa im Umfeld des KSZE-Prozesses) tätig ist. Die institutionelle Ausformung politikwissenschaftlicher Beratungsinstitute macht sich dabei auch an Begegnungen mit Olof Palme oder Bruno Kreisky fest. In der Summe deutet Birnbaums Erfahrung immer wieder auf die moralischen Qualitäten politischer Führungspersönlichkeiten, einem Aspekt, dem er sich in jüngerer Zeit durch die Beschäftigung mit Dag Hammarskjöld zugewandt hat.
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 1.3 Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: Karl E. Birnbaum: Weltpolitik als Lebensschicksal. Münster: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23910-weltpolitik-als-lebensschicksal_27486, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27486 Rezension drucken
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