/ 04.06.2013
Hans Mayer
Zeitgenossen. Erinnerung und Deutung
Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998; 374 S.; ISBN 3-518-40963-8Der Band enthält in alphabetischer Folge Erinnerungen an und Würdigungen von Zeitgenossen, vielfach Freunden des Autors, darunter Theodor W. Adorno, Arnolt Bronnen, Peter Brückner, Carl Jacob Burckhardt, Elias Canetti, Paul Celan, Alfred Döblin, Friedrich Dürrenmatt, Hanns Eisler, Hubert Fichte, Erich Fried, Therese Giehse, Käthe Harig, Stephan Hermlin, Gustav René Hocke, Hans Henny Jahn, Uwe Johnson, Thomas Mann, Heiner Müller, Hans Werner Richter und Peter Weiss. Durchweg aus der postumen Rück...
Hans Mayer
Zeitgenossen. Erinnerung und Deutung
Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998; 374 S.; Ln., 44,- DM; ISBN 3-518-40963-8Der Band enthält in alphabetischer Folge Erinnerungen an und Würdigungen von Zeitgenossen, vielfach Freunden des Autors, darunter Theodor W. Adorno, Arnolt Bronnen, Peter Brückner, Carl Jacob Burckhardt, Elias Canetti, Paul Celan, Alfred Döblin, Friedrich Dürrenmatt, Hanns Eisler, Hubert Fichte, Erich Fried, Therese Giehse, Käthe Harig, Stephan Hermlin, Gustav René Hocke, Hans Henny Jahn, Uwe Johnson, Thomas Mann, Heiner Müller, Hans Werner Richter und Peter Weiss. Durchweg aus der postumen Rückschau geschrieben, ist die überwiegende Zahl der Beiträge nach 1990 entstanden und großenteils vereinzelt veröffentlicht worden. Mayers Einleitung "Leben im Anachronismus" kennzeichnet die Porträtstudien als Versuche, Leben und Werk der Dargestellten im politischen Kontext ihrer Zeit zu beschreiben bzw. "nachzudenken". Damit entwickelt er auch eine persönliche Perspektive auf die deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert. Den ästhetischen Niederschlag, welchen die Krisen und Katastrophen sowie die politischen Probleme und Kontroversen dieser Geschichte in der Arbeit der behandelten Personen gefunden haben, hebt er an einzelnen Beispielen hervor, um ihn wiederum auf deren Haltung und öffentliche Stellungnahmen als "Zeitgenossen" zu reflektieren. Dabei ergeben sich vor allem für die Geschichte der "beiden Deutschland" zwischen 1950 und 1980 mitunter überraschende Einblicke in die (Ein-)Stellung der Intellektuellen zur deutschen Gesellschaft.
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 2.3
Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: Hans Mayer: Zeitgenossen. Frankfurt a. M.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5576-zeitgenossen_7268, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 7268
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
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