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/ 18.06.2013
Hans Scheerer / Patrick Raszelenberg

China, Vietnam und die Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer

Hamburg: Institut für Asienkunde 2002 (Mitteilungen des Instituts für Asienkunde 350); 292 S.; 22,- €; ISBN 3-88910-270-0
Seit langem streiten sich vier Staaten um die Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer. Die Ansammlung von kleinen Inseln, Riffen und Sandbänken wäre für sich genommen kaum ein ernst zu nehmendes Objekt territorialer Begierde, wenn dort nicht Rohstoffvorkommen vermutet würden. Die Volksrepublik China hat in diesem Spiel stets nachdrücklich mitgemischt, obwohl ihre südlichste Provinz ca. 1.000 km entfernt liegt. Scheerer stellt in seinem Teil des Buches die Gebietsansprüche Chinas dar und diskutiert die möglichen handlungsleitenden Motive der dominierenden Regionalmacht in Asien. Sie reichen von Rohstoffinteressen bis hin zu innenpolitischen Motiven. Raszelenberg analysiert auf der Grundlage historischer Quellen die vietnamesische Sicht des Problems. Der Leser erhält auf diese Weise einen informativen Überblick über die Interessen der beiden wichtigsten Akteure im Konflikt um die Spratly-Inseln. Eine Lösungsperspektive haben die beiden Autoren jedoch nicht zu bieten.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.224.412.68 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Hans Scheerer / Patrick Raszelenberg: China, Vietnam und die Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer Hamburg: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18353-china-vietnam-und-die-gebietsansprueche-im-suedchinesischen-meer_21248, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21248 Rezension drucken
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