Mia Bennett, Klaus Dodds: Unfrozen. The Fight for the Future of the Arctic
Wie wirken sich Klimawandel, ökonomische Entwicklung und geopolitische Spannungen auf die Arktis und deren Zukunft aus? Die damit verbundenen Entwicklungspfade und Bedrohungen untersuchen Mia Bennett und Klaus Dodds im vorliegenden Buch. Dabei gelingt ihnen Tobias Etzold zufolge eine zugängliche und detailreiche Darstellung der arktischen Transformationsprozesse, die auch die Rolle der indigenen Bevölkerung sowie potenzielle geopolitische Brennpunkte mit Mehrwert beleuchtet. Allerdings bleibe die Abhandlung aufgrund konzeptioneller und struktureller Schwächen teilweise sehr deskriptiv.
Eine Rezension von Tobias Etzold
Der US-amerikanische Präsident Donald Trump will die zum dänischen Königreich gehörende größte Insel der Welt Grönland kaufen oder übernehmen, zunächst sogar unter Androhung von wirtschaftlichem und/oder militärischem Druck. Sonst würde das nach amerikanischer Lesart Russland oder China tun. Das Thema schwelt bereits seit Ende 2024 und hat gleich zu Beginn des neuen Jahres im Kontext des US-amerikanischen Eingreifens in Venezuela und neuer expliziter und aggressiver Aussagen sowie Handlungen hinsichtlich amerikanischer Machtansprüche auf Grönland neue Brisanz erhalten. Inzwischen ist der größte Druck zwar aus dem Kessel, nachdem Trump hinsichtlich eines militärischen Eingreifens und angedrohter Strafzölle eingelenkt hat, gelöst ist der Konflikt jedoch noch nicht.
Die Grönlandfrage ist daher auch eines von vielen aktuellen Themen rund um die Arktis, die in „Unfrozen - The Fight for the Future of the Arctic“ von Mia Bennett und Klaus Dodds behandelt werden. Das Buch (336 Seiten) ist im Herbst 2025 erschienen und untersucht die jüngsten geopolitischen, klimatischen und (sozio-)ökonomischen Entwicklungen in der Arktis mit Anleihen aus der Geschichte. Bennett ist assoziierte Professorin für Geografie an der Universität von Washington, Dodds ist Honorarprofessor für Geopolitik am Royal Holloway College der Universität von London. Beide beschäftigen sich seit Langem mit der Arktis und haben etliche relevante Abhandlungen veröffentlicht.
Das Buch nimmt seinen Ausgangspunkt darin, dass die doppelte Bedrohung durch den Klimawandel und geopolitischen Wettbewerb nirgendwo spürbarer ist als in der Arktis. Die Autoren unternehmen einen Versuch, zu untersuchen und zu erklären, wie und warum sich die Arktis gleichermaßen zu einem ökologischen Notfall sowie zu einem Schauplatz des regionalen und globalen geopolitischen Wettbewerbs entwickeln konnte und welche Zukunft die Arktis in diesem Kontext hat (20). Aufgrund der Fülle an aktueller Literatur über die Arktis, stellt sich bei jedem neuen Werk die Frage nach dem allgemeinen sowie insbesondere dem wissenschaftlichen Mehrwert, so auch bei der Lektüre von „Unfrozen“.
Von Feuerstürmen bis zum Ende einer Epoche
Das erste von zehn Kapiteln mit dem Titel „Firestorms and maelstroms“ führt in wichtige Themen wie Klimawandel, arktische Zusammenarbeit, Konflikte und Zukunftsszenarien ein. Bennett und Dodds identifizieren drei miteinander verknüpfte Entwicklungspfade (17 ff.) – eine Arktis, in der die Bodenschätze verstärkt gefördert werden, eine ökologisch gefährdete Arktis und eine geopolitisch umkämpfte Arktis – und leiten daraus drei Haupthypothesen ab:
2. Die Arktis ist ökologisch gefährdet.
3. Die Arktis erfährt wachsenden geopolitischen Wettbewerb und Machtkämpfe in unterschiedlichsten Ausmaßen.
Das zweite Kapitel „Where is the Arctic?“ bietet einen historischen Überblick und definiert die Arktis und seine zwei verschiedenen Vegetationszonen „Hocharktis“ und „Niederarktis“ als das Gebiet innerhalb des nördlichen Polarkreises. Bennett und Dodds konstatieren, dass es entlang geografischer, politischer, kultureller, ökologischer und sozio-ökonomischer Faktoren nicht die eine Arktis, sondern mehrere arktische Gebiete gibt: die nordische/europäische Arktis, bestehend aus Finnland, Norwegen, Schweden und Island; die russische Arktis sowie die nordamerikanische Arktis, Kanada und Alaska/USA, zu der geografisch, wenn auch nicht politisch, Grönland gehört. Nicht-arktische Staaten wie Großbritannien und China verfügten ebenfalls über Interessen in der Region.
Die beiden folgenden Kapitel „Buying and selling“ und „Over, under, and high above the ice“ beschäftigen sich mit dem Rohstoffreichtum und den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Arktis, von traditionellen Tätigkeiten wie Fischfang und Jagd bis hin zu neuen Potenzialen in den Bereichen Rohstoffförderung, Bergbau, Tourismus und erneuerbarer Energien. Die Transportwege auf und unter (U-Boote) dem Eis, die zahlreichen Unterseekabel zum Beispiel für Telekommunikationszwecke sowie Satellitensysteme und Weltraumaktivitäten finden ebenso ausführlich Erwähnung.
Das fünfte Kapitel mit dem Titel „Meltdown“ erläutert dann eingehend, welche drastischen Spuren der Klimawandel in der Arktis bereits hinterlassen hat. Die Erderwärmung, die in der Arktis zwei bis viermal schneller voranschreitet als im globalen Durchschnitt, ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern eine destabilisierende Kraft. Das schmelzende Eis macht zwar den Zugang zu Ressourcen und Schifffahrtsrouten zumindest etwas einfacher, auch wenn die aktuelle Zugänglichkeit mitunter überschätzt und die Gefahren und Unwägbarkeiten aufgrund der weniger vorhersehbaren Beschaffenheit des vorhandenen Eises und zunehmenden Wetterextremen unterschätzt werden, untergräbt gleichzeitig aber die Infrastruktur, bedroht die Ökosysteme und beschleunigt geopolitische Spannungen.
Die Kapitel „Breakdown“ und „From exceptionalism to crisis“ beschäftigen sich mit den geopolitischen Veränderungen und zunehmenden Spannungen in der Arktis. Im Mittelpunkt steht hier die seit Russlands Angriffskrieg in der Ukraine ab 2022 ins Seitenaus geratene arktische Zusammenarbeit, insbesondere im Rahmen des Arktischen Rats, die vorher einen Modellcharakter für pragmatische effektive Ost-Westzusammenarbeit besaß. In diesem Teil des Buches kommt auch die Rolle der indigenen Völker im arktischen Governance-System ausführlich zur Sprache.
Bennett und Dodds stellen zu Beginn des Buches klar, dass sie keinen umfassenden Konflikt in der gesamten Arktis erwarten. Doch vor dem Hintergrund, dass Russland wieder eine Bedrohung für NATO- und andere Staaten darstellt, gleichzeitig enger mit China auch in der Arktis zusammenarbeitet und die USA ebenfalls zunehmend ihre eigenen Interessen in der Region verfolgen, benennen und analysieren sie im achten Kapitel „Flashpoints and grey zones“ „einige potenzielle Brennpunkte oder Bereiche, in denen eine Fehleinschätzung oder ein Fehltritt verhängnisvolle Konsequenzen mit sich bringen könnte“ (19): Grönland, die Grenzgebiete zwischen Russland und den NATO-Mitgliedern Finnland und Norwegen, das zu Norwegen gehörende Svalbard-Archipel (Spitzbergen), die Beringstraße und ein eisfreier zentraler arktischer Ozean rund um den Nordpol.
Das neunte Kapitel „Nothing about us without us“ widmet sich nochmal ganz den indigenen Völkern in der Arktis, ihren Einflussmöglichkeiten, dem Druck und den Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, und ihrem Zusammenhalt: „Even when governments push them from their lands, seas, and ice, or when climate change and extraction erode those very foundations, Indigenous Peoples remain connected to one another across space and time. This is a power that no force can break“ (255).
Das abschließende Kapitel „The end of an epoch“ geht primär auf die Konfliktwahrscheinlichkeit in der Arktis ein und erläutert zusammenfassend, was sich konkret seit der Zeit des Kalten Krieges in der Region verändert hat: wie zum Beispiel die wachsende Zahl der Akteure, die Erweiterung der NATO, die wachsende Bedeutung des Klimawandels auch als Sicherheitsfaktor sowie die Rolle von Technologie. Das Buch schließt mit den Sätzen: „The fight over the Arctic is caught up in a world of possibilities. Some end in conflict. Others end in peace” (274).
Der Mehrwert von „Unfrozen“
Das Buch ist interessant geschrieben, flüssig zu lesen, sehr detailliert und gut recherchiert. Es verschafft einen Überblick über historische, jüngere und aktuelle Entwicklungen verschiedener Art in der Arktis. Dafür haben Bennett und Dodds anhand von Dokumenten- und Literaturanalyse sowie in zahlreichen Gesprächen an verschiedenen Orten in der Arktis zahllose Fakten zusammengetragen. Darunter sind auch so kuriose Fakten wie, dass allein Grönland zwischen 1992 und 2018 bereits so viel Eis verloren hat, dass man jedes Jahr die 145 Quadratkilometer große Stadt Miami unter einer ein Kilometer dicken Eisschicht begraben könnte (123). Bennett und Dodds verbinden ihre jeweiligen fachlichen Stärken für eine nuancierte und zugängliche Darstellung der verschiedenen Transformationsprozesse in der Arktis.
Besonders aufschlussreich sind die historische Abhandlung der Ausbeutung fossiler Rohstoffe in der Arktis (66-75) sowie die Gegenüberstellung unterschiedlicher Voraussetzungen und Praktiken bei der Gewinnung von Öl, Gas, Mineralien und Seltenen Erden in den verschiedenen Ländern der Arktis (75-80). Sehr detail- und kenntnisreich sind zudem die Ausführungen über die indigenen Völker der Arktis, die in vielen Abhandlungen über die Arktis bis dato eher vernachlässigt wurden. Bennett und Dodds arbeiten heraus, dass ihr Einfluss sowie ihre rechtliche und politische Autorität im Governance-System der Arktis zunehmen. Ihre Rolle für regionale Stabilität und Legitimität wird wichtiger. Die aktuellen Entwicklungen um Grönland beweisen diese Thesen eindrucksvoll. Die Abhandlung der potenziellen Brennpunkte in der Arktis im Gesamtkontext der geopolitischen Veränderungen enthält wichtige Hinweise auf die Konfliktwahrscheinlichkeit in der Arktis. Dass eventuelle Konflikte einen lokalen oder regionalen Schwerpunkt haben werden, erscheint plausibel. Die Ausführungen zu diesen drei Komplexen verschaffen dem Buch einen Großteil seines Mehrwertes.
Schwächen und Ungereimtheiten
Bei allen Stärken des Buches lassen sich ein paar Schwächen nicht leugnen. „Unfrozen“ nimmt Anleihen aus verschiedenen Genres (Geschichtsbuch, wissenschaftliche Abhandlung, Lehrbuch, Reisebericht), der Anspruch des von zwei Wissenschaftler*innen verfassten Buches scheint aber durchaus wissenschaftlich. Allerdings mangelt es an einer wissenschaftlich fundierteren Problemstellung und an einem klar definierten analytischen, strukturellen sowie konzeptionellen Rahmen, der die Analyse trägt und die insgesamt sehr allgemeinen Fragestellungen systematisch einordnet und beantwortet. Zudem sind die eingangs vorgestellten drei Hypothesen nicht sehr tiefschürfend, wenig überraschend und kaum widerlegbar. Das Buch ist in Teilen sehr deskriptiv, es reiht eine große Menge von Fakten aneinander, von denen etliche unreflektiert bleiben und nicht immer relevant sind. Eine echte wissenschaftlich fundierte Analyse kommt dagegen an manchen Stellen zu kurz. Einige Aussagen erschöpfen sich in Spekulation, wofür der oben zitierte Schlusssatz des Buches ein gutes Beispiel ist.
Insbesondere die Analyse des Konfliktpotentials in der Arktis und eine präzise Gegenüberstellung und Diskussion von Argumenten, die die Wahrscheinlichkeit bzw. Unwahrscheinlichkeit von Konflikten untermauern, hätte ausgeprägter, systematischer und schärfer sein dürfen. Während zum Beispiel Bennett und Dodds einen Konflikt um Spitzbergen, mindestens aber hybride Kriegsführung von Seiten Russlands, für wahrscheinlich zu erachten scheinen (211 und 264), hält der norwegische Sicherheits- und Arktisexperte Karsten Friis die militärisch-strategische Bedeutung der Inseln für Russland für übertrieben: „Russland besitzt bereits weitere Inseln in der Arktis, und die Besetzung von Spitzbergen wird eine logistisch sehr anspruchsvolle Operation mit begrenztem militärischem Gewinn sein“[1]. Hybride Bedrohungen schließt auch Friis nicht ganz aus, eine Invasion sei aber weniger wahrscheinlich. Bisher gehe das Leben dort seinen gewohnten Gang: „die Inseln werden vom Klimawandel erschüttert, aber in geringerem Maße von Geopolitik“[2].
Insgesamt wird durchaus differenziert und versachlicht, aber doch scheinen immer wieder Verallgemeinerung und Alarmismus durch, bereits in den Titeln des Buches sowie einzelner Kapitel und gleich im ersten Satz im ersten Kapitel: „Long locked in by ice, the Arctic is now on fire“ (1). Zwar ist es richtig, dass die Zahl der Buschbrände als Folge des tauenden Permafrosts vor allem in Regionen wie den Nordwestterritorien Kanadas sowie in Sibirien stark zugenommen hat, doch dass die gesamte Arktis brennt, scheint übertrieben.
Probleme gibt es zudem mit der Struktur des Buches. Immer wieder wird zwischen Themen und Epochen hin und her gesprungen. Insbesondere die Themen „indigene Völker“ und „regionale Zusammenarbeit“ werden in mehreren Kapiteln behandelt, wobei die Ausführungen im jeweiligen Kapitel unvollständig wirken. Zudem geht nicht aus allen Titeln der einzelnen Kapitel eindeutig hervor, um was es jeweils konkret gehen soll. Dies erschwert die Orientierung und führt zu einer begrenzten Übersichtlichkeit. Anstatt der gewählten Kapitelstruktur und der nicht immer eindeutigen Kapitelüberschriften, wäre eine Aufteilung in kompakte Kapitel entlang thematischer Linien mit entsprechenden präzisen und sachlichen Titeln wie „Arktischer Klimawandel“ oder „Arktische Zusammenarbeit“ usw. zielführender gewesen.
Da die meisten Kapitel lang sind und viele Fakten und detaillierte Informationen enthalten, wäre eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte samt Fazit und Bewertung jeweils am Ende eines Kapitels hilfreich gewesen. Insbesondere im Kapitel „Breakdown“ hätte eine solche helfen können, besser zu verstehen, ob und zu welchem Grad der Zusammenbruch (und von was genau) bereits stattgefunden hat. Der immerhin einmal benutzte etwas spezifischere Begriff „geopolitical breakdown“ wird von den Autor*innen nur unzureichend definiert. Die regionale regelbasierte Ordnung, das Governance-System und die arktische Zusammenarbeit sind seit 2022 sicherlich geschwächt und nur noch eingeschränkt funktionstüchtig, sie sind aber (noch) nicht gänzlich zusammengebrochen, den wichtigen Arktischen Rat gibt es noch und auch Abkommen wie das internationale Seerechtsabkommen (UNCLOS) funktionieren weiterhin. Zwar ist es richtig, dass der Arktische Rat nicht mehr in jüngeren russischen Strategiedokumenten erwähnt wird, ein gewisses Interesse daran scheint die russische Regierung jedoch nach wie vor zu haben, denn anders als aus dem Ostseerat oder der Barentskooperation ist Russland nicht ausgetreten. Es hat also die Türen Richtung arktischer Kooperation noch nicht ganz zugeschlagen, wie Bennett und Dodds suggerieren (14). Der Zusammenbruch wird jedoch in den Schlussbetrachtungen im zehnten Kapitel als bereits gegeben betrachtet (259), ebenso wie der Wettbewerb der Großmächte in der Arktis (263).
Ein Bericht des Zentrums für Osteuropastudien (ZOiS) von 2024, an dem Dodds interessanterweise mitgeschrieben hat, stellte jedoch fest, dass „neither competition over resources nor disputes about maritime borders can convincingly be linked to the rise of military tensions in the region “. Die Verfasser*innen stellen in Zweifel, ob ein Großmächtewettbewerb in der Arktis tatsächlich stattfindet: „There is not much to compete over: the spheres of control, access, and influence are largely settled, and Russia’s supremacy there is an undeniable fact[3]“. Die Aktivitäten Chinas und Indiens sowie deren Kooperation mit Russland in der (russischen) Arktis hätten zwar zugenommen, die politischen Spannungen aber noch nicht weiter angeheizt, so die Studie weiter.
An dieser Ausgangslage hat sich seit 2024 auch nicht viel geändert. Der von Donald Trump vom Zaun gebrochene Streit um Grönland, als momentan brisantester Konflikt in der Arktis, wird von amerikanischer Seite zwar damit begründet, dass Russland und China auf Grönland zugreifen wollten und daher ein Kampf der Großmächte um das Gebiet stattfindet, Belege dafür gibt es bislang aber kaum. Vielmehr zeigen hier die USA ihre Machtansprüche und auch eine Abneigung gegenüber ihren europäischen Verbündeten. Der ZOiS-Studie zufolge muss in der Arktis primär von einem klassischen Sicherheitsdilemma gesprochen werden, „in which an increase in one party’s security diminishes the other party’s perceived security and thus provokes countermeasures, which in turn set off further reactions to increase each side’s military presence and capabilities”, und das seit 2022 noch relevanter geworden ist.[4] Von diesem für das Verständnis der geopolitischen Entwicklungen in der Arktis äußerst wichtigen Aspekt ist in „Unfrozen“ kaum die Rede.
Fazit
Trotz der genannten Schwächen kann die Lektüre von „Unfrozen“ aufgrund der genannten Stärken insbesondere bei der Sammlung und Aufbereitung von Fakten und der Aktualität und Relevanz des Themas durchaus empfohlen werden. Ob man das Buch lesen muss, hängt jedoch vom Kenntnisstand der Leser*innen über die Arktis ab. Arktiseinsteiger*innen können sich einen ersten Überblick verschaffen. Wissenschaftler*innen, die sich bereits mit der Arktis beschäftigen, können sicherlich auch den einen oder anderen neuen Aspekt lernen, das meiste wird ihnen aber bereits bekannt sein. Für Diplomat*innen und politische Entscheidungsträger*innen, die sich einen schnellen Überblick über die wichtigsten geopolitischen Kernpunkte hinsichtlich der Arktis verschaffen wollen, ist das Buch vermutlich zu lang und detailreich, da die Lektüre und die Verdauung der vielen Details viel Zeit und Geduld benötigen.
Anmerkungen:
[2] Ebd. Im Original: „Det rystes av klimaendringer, men i mindre grad av geopolitikken."
[3] Andreeva, Serafima / Dodds, Klaus / Douglas, Nadja / Humrich, Christoph / Nawrath, Thomas (2024): New Arctic Realities Between Conflicting Interests and Avenues for Cooperation, ZOiS Report No 1/2024, S. 7-9, online unter https://www.zois-berlin.de/publikationen/zois-report/new-arctic-realities-between-conflicting-interests-and-avenues-for-cooperation [letzter Zugriff: 18.01.2026].
[4] Ebd.
Externe Veröffentlichungen
Serafima Andreeva, Klaus Dodds, Nadja Douglas, Christoph Humrich, Thomas Nawrath / 14.03.2024
New Arctic Realities: Between Conflicting Interests and Avenues for Cooperation
Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien
Mehr zum Themenfeld Strategische Konkurrenz im internationalen System