/ 20.06.2013
Stefan Braun
Das Staat-Religionen-Verhältnis in seiner historischen Entwicklung. Band 2: USA
Berlin: Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2005; 104 S.; brosch., 13,- €; ISBN 3-86573-088-4Mit einem deutlichen Schwerpunkt auf der frühen Geschichte der USA von der Besiedelung bis zur Verfassungsgebung untersucht der Autor Ursprünge und Wandlungen des Verhältnisses von Staat und Religion. Die spezifisch amerikanische Variante der Trennung von Staat und Kirche führt er im Wesentlichen auf den Charakter der Kolonien als „Nation of Denominations“ (9) und die Siedlungsstruktur zurück. Religiöse Intoleranz hat demnach in mehreren Fällen – z. B. Rhode Island und Pennsylvania – zur Abspaltung neuer Kolonien und damit indirekt zum religiösen Pluralismus geführt. Aufschlussreich sind auch die Beobachtungen zur Verfassungsgebung und deren Entstehung im Klima einer religiösen Erweckungsbewegung. Gerade aus diesem Kontext habe sich die amerikanische Zivilreligion „als quasi-religiöse Begründung von Überzeugungen und Werten“ (7) entwickelt. Auf dieser Grundlage erklärt Braun die Entstehung eines ganz spezifischen Verhältnisses zwischen Religion und Staat, die zur gleichen Zeit streng getrennt und doch eng verflochten sind.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.64 | 2.23
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Stefan Braun: Das Staat-Religionen-Verhältnis in seiner historischen Entwicklung. Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25130-das-staat-religionen-verhaeltnis-in-seiner-historischen-entwicklung_29088, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29088
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Dr., Politikwissenschaftler.
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