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/ 18.06.2013
Egmont R. Koch / Michael Wech

Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA

München: C. Bertelsmann 2002; 352 S.; 23,90 €; ISBN 3-570-00662-X
Hinter dem Decknamen Artischocke verbirgt sich ein in den 50er-Jahren von der CIA gestartetes Programm über Methoden der Gehirnwäsche mittels Drogen, Hypnose und Folter. Die Artischocke-Epoche fällt in die erste Phase des Kalten Krieges, in der die US-amerikanischen Forschungsprogramme zur biologischen und chemischen Kriegsführung mit Hochdruck betrieben wurden. Dazu wurden nicht nur ehemalige NS-Wissenschaftler angeworben. "In den Fünfziger- und Sechzigerjahren wurden in den Vereinigten Staaten ebenso skrupellose Experimente an Menschen durchgeführt wie während des Nationalsozialismus in Deutschland" (213). Innerhalb dieses Rahmens rekonstruieren die Autoren den zweifelhaften Selbstmord des CIA-Biochemikers Frank Olsen im November des Jahres 1953. Alle Versuche die offizielle Version des Selbstmords von Olsen zu hinterfragen, wurden vonseiten der Regierung und der CIA systematisch verhindert. Dieses Buch ist ein ergreifender Report über die dunkle Seite der Wissenschaft im Namen der CIA und des Militärs.
Sven Wagener (SWA)
Dipl.-Politologe, M. E. S.
Rubrizierung: 2.64 Empfohlene Zitierweise: Sven Wagener, Rezension zu: Egmont R. Koch / Michael Wech: Deckname Artischocke. München: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17200-deckname-artischocke_19792, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 19792 Rezension drucken
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