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/ 05.06.2013
Andrzej Kaluza

Der polnische Parteistaat und seine politischen Gegner 1944-1956

Frankfurt a. M.: Vittorio Klostermann 1998 (IUS COMMUNE, Sonderhefte 110); XVI, 353 S.; Ln., 118,- DM; ISBN 3-465-02769-8
Das heute in den Sozialwissenschaften festzustellende Interesse für postkommunistische Systemtransformation trägt dazu bei, daß die erste Systemumwandlung von solcher Tiefe und Breite - die Einführung des kommunistischen System - allzuoft in Vergessenheit gerät. Zugleich ist die wissenschaftlich freie Beschäftigung mit dieser ersten Transformation erst nach dem Zusammenbruch des Kommunismus möglich geworden. Der Autor nutzt diese Chancen und analysiert in seiner nun als Buch vorliegenden Dissertation unter Auswertung der bisher nicht verwendeten Quellen den Aufbau des sozialistischen Staates in Polen: von den ersten sowjetischen Ansätzen im Jahre 1944 bis zum Ende des "Stalinismus" im Jahre 1956. Besonderes Augenmerk legt er auf die Methoden, deren sich die Sowjets in enger Zusammenarbeit mit ihren polnischen Handlangern bedienten, um die Alleinherrschaft in Polen zu erlangen. Dabei analysiert er speziell die politische Semantik dieser Jahre. In der Auswertung der in Deutschland unbekannten Quellen und Literatur, sowie im für die westliche "Osteuropa"-Forschung seltenen historisch-soziologischen Ansatz, liegen die Vorteile des Werkes.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.622.22.22 Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Andrzej Kaluza: Der polnische Parteistaat und seine politischen Gegner 1944-1956 Frankfurt a. M.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7329-der-polnische-parteistaat-und-seine-politischen-gegner-1944-1956_9762, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9762 Rezension drucken
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