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/ 17.06.2013
Franz Pfeffer

Ein Amt und eine Meinung. Botschafter in Polen und Frankreich

Frankfurt a. M.: Societätsverlag 2006; 543 S.; geb., 19,90 €; ISBN 978-3-7973-0984-6
Pfeffer war von 1985 bis 1987 Botschafter in Polen und anschließend bis 1991 in Frankreich. Die Spanne reicht von der Spätzeit Jaruzelskis bis zur deutschen Wiedervereinigung und dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion, er hat das Ende des Kalten Krieges also hautnah miterlebt. In der Publikation geht es zum einen um die politischen Ereignisse in dieser Zeit, die Pfeffer aus der Binnensicht schildert. Er berichtet über das Wirken zahlreicher Diplomaten, Minister und Politiker wie beispielsweise Lech Walesa oder François Mitterrand. In Frankreich musste er viele Bedenken im Hinblick auf die deutsche Einigung aus dem Weg räumen. Zum anderen geht es in der Publikation um Initiativen, die der Autor „auf eigene Faust und jenseits aller Weisungen“ (11) ergriffen hat, um zu zeigen, welchen Spielraum sich ein Diplomat verschaffen kann. Indem er die Aufgaben eines Missionschefs beschreibt, bietet er Einblick in den diplomatischen Alltag, der auch mit Risiken und persönlichen Opfern verbunden ist. In diesem Buch bekennt sich der frühere Botschafter zur Europäischen Union, er spricht von seinem europäischen „Credo“ (125).
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.34.212.61 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Franz Pfeffer: Ein Amt und eine Meinung. Frankfurt a. M.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14735-ein-amt-und-eine-meinung_29865, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29865 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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