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/ 18.06.2013
Lotta Suter

Einzig und allein. Die USA im Ausnahmezustand

Zürich: Rotpunktverlag 2003 (WoZ im Rotpunktverlag); 255 S.; brosch., 18,50 €; ISBN 3-85869-261-1
Spätestens seit den Anschlägen vom 11. September habe sich in den USA eine massive Uniformierung der öffentlichen Meinung durchgesetzt, bei der eine anders lautende politische Meinung oder gar Kritik von vielen als unpatriotisch zurückgewiesen werde, so die Autorin. Auch sonst setze sich mit dem steigenden Einfluss der politischen Rechten in zunehmendem Maße eine erschreckende Normierung und Gleichschaltung durch, verbunden mit einer gigantischen Umverteilung von Unten nach Oben. Die Folgen seien Armut in einem für europäische Verhältnisse unvorstellbaren Ausmaß; ein völlig unzureichendes System der sozialen Sicherung, das immer mehr Menschen von (freiwilligen!) karitativen Leistungen abhängig mache; ein äußerst restriktives Strafrecht mit teilweise unangemessenen, drakonischen Strafen und vieles mehr. Die Autorin, Schweizer Journalistin, stellt die Auswirkungen dieser Politik bis in die kleinsten Details des Alltags anhand zahlreicher Beispiele dar.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.642.23 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Lotta Suter: Einzig und allein. Zürich: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19834-einzig-und-allein_23088, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23088 Rezension drucken
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