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/ 17.06.2013
Wolfgang Filc

Gefahr für unseren Wohlstand. Wie Finanzmarktkrisen die Weltwirtschaft bedrohen

Frankfurt a. M.: Eichborn 2001; 233 S.; geb., 22,90 €; ISBN 3-8218-1656-2
Populär in der Sprache, aber fundiert im Inhalt analysiert Filc, Professor für Volkswirtschaftslehre, die Vorgeschichte, den Ablauf und die Konsequenzen von Währungskrisen, insbesondere der Asienkrise 1997/98. Der Autor stellt die Mängel der internationalen Finanzmarktarchitektur dar und kritisiert die Interessen- und Machtpolitik der USA im Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und der G7. Dabei greift er nicht nur auf seine wissenschaftlichen Kenntnisse zurück, sondern auch auf seine Erfahrungen als Ministerialdirektor für internationale Finanz- und Währungsbeziehungen im Bundesministerium für Finanzen unter Lafontaine. Zur Vermeidung destabilisierender Spekulation fordert Filc eine Steuerung der Wechselkurse durch internationale Kooperation - wohl wissend, dass dies kaum durchsetzbar ist, solange die Finanzindustrie, die am Auf und Ab der Wechselkurse gut verdient, ihren Einfluss insbesondere auf die US-Regierung geltend machen kann. Inhaltsübersicht: Die asiatische Katastrophe;Spurensuche: Wie kam es zur Katastrophe?; Vier schwarze Peter für die Krisenländer; Die Gier der Spekulanten; Hedge-Fonds - das Risiko mit den Risikopapieren; Die Schaltzentrale der Globalisierung - der Internationale Währungsfonds; Krisenmanagement - das Netzwerk in Aktion; Auf der Suche nach einer stabileren internationalen Finanzmarktarchitektur.
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 4.432.684.3 Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Wolfgang Filc: Gefahr für unseren Wohlstand. Frankfurt a. M.: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16266-gefahr-fuer-unseren-wohlstand_18674, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18674 Rezension drucken
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