/ 05.06.2013
Wim Blockmans
Geschichte der Macht in Europa. Völker, Staaten, Märkte. Vorwort: Jacques Santer. Epilog: Marcelino Oreja Aguirre
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 1998; 402 S.; 128,- DM; ISBN 3-593-36066-7Ausgehend von zwei konträren Entwicklungen in der Gegenwart - dem wachsendem Zusammenschluß in Westeuropa einerseits, dem Zusammenbruch des Sowjet-Imperalismus und dem Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien andererseits - wird die Entstehung, Verlagerung und das Verhältnis der verschiedenen Machtzentren in West- und Osteuropa über einen Zeitraum von tausend Jahren untersucht. Angesichts des Facettenreichtums von Machtausübung gerät hier nicht allein der Staat in den Blick, sondern vielmehr die Vielfalt der Machtkonstellationen - insbesondere auch jener auf ökonomischem und kulturellem Gebiet -, die in ihrer jeweiligen Bedeutung für den Prozeß der Machtbildung in der europäischen Geschichte analysiert werden. Das repräsentative und reichhaltig illustrierte Buch spricht eher bibliophile Historiker an denn theoretisch (am Machtphänomen) interessierte Politologen.
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.2 | 2.61 | 2.62 | 3.1
Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Wim Blockmans: Geschichte der Macht in Europa. Frankfurt a. M./New York: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7398-geschichte-der-macht-in-europa_9845, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 9845
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Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
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