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/ 11.06.2013
Peter Nyot Kok

Governance and Conflict in the Sudan, 1985-1995. Analysis, Evaluation and Documentation

Hamburg: Deutsches Orient-Institut 1996 (Mitteilungen 53); 382 S.; 56,- DM; ISBN 3-89173-043-8
Wenngleich unterschiedliche Akteure betrachtet werden, rückt die National Islamic Front (NIF) wiederholt in den Mittelpunkt der im wesentlichen chronologischen Darstellung. Mit dieser Schwerpunktsetzung spiegelt der Autor die realen Machtverhältnisse im Sudan wider und fragt nach den Strategien, mit denen diese islamische Kraft (zumindest vordergründig erfolgreich) versuchte, ihre Vormachtstellung zu konsolidieren. So treten die sich wandelnden Strategien und Schwerpunktsetzungen sowie der Einfluß unterschiedlicher Fraktionen und Personen deutlich hervor. Die weiterführende Analyse belegt es als zentrales Versäumnis der NIF, nicht rechtzeitig in ernsthafte Friedensverhandlungen mit der südsudanesischen Sudan Peoples Liberation Army (SPLA) eingetreten zu sein. Statt dessen wurde in den entscheidenden Phasen versucht, diese durch cooptation zu spalten. Die kenntnisreiche Studie wird durch einen umfassenden Anhang abgerundet, der zentrale Dokumente des Untersuchungszeitraumes umfaßt.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.674.412.252.23 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Peter Nyot Kok: Governance and Conflict in the Sudan, 1985-1995. Hamburg: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11293-governance-and-conflict-in-the-sudan-1985-1995_13378, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 13378 Rezension drucken
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