/ 21.06.2013
Jörn Knobloch
Hybride Systeme. Politische Praxis und Theorie am Beispiel Rußlands
Hamburg: Lit 2006 (Region – Nation – Europa 37); 285 S.; brosch., 24,90 €; ISBN 978-3-8258-9602-7Unter dem Druck globaler Einflüsse würden viele Gesellschaften ihre Ordnung verändern, schreibt der Potsdamer Politikwissenschaftler Knobloch. Dabei komme es meist nicht zur Entstehung liberalen Demokratien, sondern zu spezifischen Kombinationen demokratischer und autokratischer Herrschaftsstrukturen, für die ein neuer Terminus gefunden werden müsse. Knobloch spricht von der „Konstituierung von hybriden Systemen als eigenständiger Ordnungsform“ (3). Am Beispiel Russlands erläutert er das Phänomen hybrider Systeme, indem er die politische Praxis des Landes eingehend beschreibt. Als Basis dienten ihm primär Studien russischer Sozialwissenschaftler. Schließlich entwickelt Knobloch eine politische Theorie hybrider Systeme, deren Schwerpunkt auf der Verarbeitung des Synkretismus und nicht auf enttäuschten Demokratisierungserwartungen liegt.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.2 | 2.21 | 2.62
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Jörn Knobloch: Hybride Systeme. Hamburg: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27183-hybride-systeme_31760, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 31760
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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