/ 21.06.2013
Giulia Prati
Italian Foreign Policy, 1947-1951. Alcide De Gasperi and Carlo Sforza between Atlanticism and Europeanism
Göttingen: V&R unipress 2006 (Internationale Beziehungen. Theorie und Geschichte 1); 271 S.; geb., 44,90 €; ISBN 978-3-89971-301-5Diss. Bonn; Gutachter: C. Hacke, J. Scholtyseck. – Die genaue Definition des erweiterten nationalen Interesses stelle „auf der substanziell-praktischen Ebene der Politikformulierung und Politikbetreibung“ (240) den Schlüssel für eine besonders effektive Außenpolitik dar, schreibt die Autorin. Zum Beleg dieser These untersucht sie die Neuformulierung der italienischen Außenpolitik in der Nachkriegszeit bis 1951, die maßgeblich von Premierminister De Gasperi und Außenminister Sforza geprägt wurde. Die Beschreibung dieser beiden Akteure, ihrer Biografien und ihrer Politik nimmt den Hauptteil dieser Arbeit ein. Die Autorin benennt die Atlantische Allianz und den europäischen Integrationsprozess als die beiden Hauptsäulen dieser neuen Außenpolitik seit der Gründung der Republik 1946. Sie zeigt, wie „Atlantizismus“ und „Europäismus“ (231) zusammenwirkten und auch im Denken von De Gasperi und Sforza Einfluss auf die Definition des nationalen Interesses ausübten. Der gegenwärtigen italienischen Außenpolitik attestiert Prati abschließend, nicht in einem richtigen Sinne zu existieren. In Rom werde das nationale Interesse als Denk- und Analysekategorie vernachlässigt.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.22 | 2.61
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Giulia Prati: Italian Foreign Policy, 1947-1951. Göttingen: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26363-italian-foreign-policy-1947-1951_30714, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30714
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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