/ 11.06.2013
Friedrich von Krosigk
Panama - Transit als Mission. Leben und Überleben im Schatten von Camino Real und transisthmischem Kanal
Frankfurt a. M.: Vervuert Verlag 1999 (Lateinamerika-Studien 40); 277 S.; 58,- DM; ISBN 3-89354-740-1Mit Beginn des Jahres 2000 konnte Panama die Hoheit über den transisthmischen Kanal von den USA übernehmen und so den nahezu einhundert Jahre währenden "Kanalkolonialismus" (11) überwinden. Krosigk nimmt diesen für das zentralamerikanische Land einschneidenden Wandel nicht nur zum Ausgangpunkt seiner Studie, sondern verwendet das Spannungsverhältnis zwischen externer Abhängigkeit und eigener Handlungsverantwortung als Leitfaden seiner Abhandlung. In der wiederholt weit in die Geschichte des Landes zurückgehenden Studie steht zunächst die Inwertsetzung der panamaischen Landenge durch Eingriffe externer Akteure sowie deren Vorgeschichte im Mittelpunkt, um anschließend ausführlich das Überleben des Landes mit und durch den Kanal nachzuzeichnen. Abschließend – als panamaisches Dilemma überschrieben – werden die verschiedenen Probleme dargelegt, die auch nach der neu gewonnenen Kanalhoheit die Zukunft des Landes determinieren.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.65 | 2.64 | 4.22
Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Friedrich von Krosigk: Panama - Transit als Mission. Frankfurt a. M.: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11474-panama---transit-als-mission_13617, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 13617
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Dr., Politikwissenschaftler.
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