/ 11.06.2013
Hans Thalmann
Uster zum Beispiel. Neue Wege politischer Führung
Bern/Stuttgart/Wien: Verlag Paul Haupt 1999 (Arbeitspapiere zum Public Management); XII, 108 S.; 31,- DM; ISBN 3-258-06077-0Uster, die mit knapp 30.000 Einwohnern drittgrößte Stadt im Kanton Zürich, war Mitte der 80er Jahre von zunehmender Verstädterung, starken Verkehrsproblemen und knappen Haushaltsmitteln betroffen und wurde von der Tagespresse ob dieses Problemstaus als unregierbar erklärt. Mit den Neuwahlen 1986 wurde die Exekutive fast vollständig erneuert und eine Reform des ins Stocken geratenen demokratischen Prozesses eingeleitet. Das Buch ist ein Erfahrungsbericht des ehemaligen, von 1986 bis 1998 amtierenden, Stadtrates. Mit einer Mischung aus chronologischen Fakten und inhaltlichen Lösungsansätzen und Erkenntnissen wird die Geschichte des Wandels der Stadt Uster zu einem "aufstrebende[n] Gemeinwesen, das sich ganz im Sinne seiner Bevölkerung entwickelt" (92), erzählt. Der Autor, der die beschriebenen Reformen maßgeblich mitgeprägt hat, zeigt Erfolge und Mißerfolge auf und beschreibt "sieben goldene Regeln", auf die es seiner Meinung nach bei der politischen Führungsarbeit ankommt. Damit handelt es sich nicht um eine wissenschaftlich-objektive Darstellung kommunaler Reformpolitik, sondern um einen Bericht aus der Praxis für die Praxis. In einer Schlußdiskussion werden die eingeleiteten Reformmaßnahmen von VertreterInnen aus Politik und Wissenschaft kritisch gewürdigt.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.5 | 2.21
Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Hans Thalmann: Uster zum Beispiel. Bern/Stuttgart/Wien: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11007-uster-zum-beispiel_13011, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 13011
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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