/ 04.06.2013
Stephan G. Bierling
Wirtschaftshilfe für Moskau. Motive und Strategien der Bundesrepublik Deutschland und der USA 1990-1996
Paderborn u. a.: Ferdinand Schöningh 1998 (Studien zur Politik 33); 355 S.; 88,- DM; ISBN 3-506-79353-5Habilitationsschrift München; Gutachter: W. Weidenfeld, M. Mommsen, F. Kratochwil. - In den letzten Monaten erreicht uns eine Hiobsbotschaft nach der anderen über die russische Wirtschaft. Ganz offensichtlich hat die erhebliche westliche Wirtschaftshilfe nicht den erwünschten Erfolg gebracht und dem Land keineswegs den Weg zu einer funktionierenden Marktwirtschaft geebnet. In seiner Studie zeichnet der Autor die Geschichte der Wirtschaftshilfe an Moskau nach. Die Beschränkung auf die bundesdeutsche und die amerikanische Hilfe erklärt sich dabei sowohl aus dem schieren Umfang der Leistungen beider Länder als auch aus ihrer Führungsrolle in dem Prozeß. Im Mittelpunkt von Bierlings Erkenntnisinteresse steht dabei die Frage nach den Zielen, Motiven und Strategien der Wirtschaftshilfe. Eine Effizienzanalyse liefert er nicht. Die Analyse ist chronologisch aufgebaut, weil es nach Meinung Bierlings nur so möglich ist, die Entwicklung der Positionen der Bundesrepublik und der USA nachzuzeichnen (19).
Inhaltsübersicht: I. Gorbatschows Reformpolitik und der Westen; II. Die Bundesrepublik in der Vorreiterrolle; III. Deutsch-amerikanische Annäherung; IV. Neue Führung aus den USA.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.21 | 2.62 | 4.22
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Stephan G. Bierling: Wirtschaftshilfe für Moskau. Paderborn u. a.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5762-wirtschaftshilfe-fuer-moskau_7492, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 7492
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M. A., Politikwissenschaftler.
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