/ 04.06.2013
Ernst Hunziker
Zwischen Allah und Arafat. Palästinenser und die Versöhnung
Osnabrück/Zürich: Fromm / Edition Interfrom 1996 (Texte + Thesen 268); 221 S.; 29,- DM; ISBN 3-7201-5268-5"Worin liegt der Schrecken israelischer Dominanz? Warum gelingt es den Palästinensern in ihren Autonomiegebieten nicht, Arbeitslosigkeit, Uneinigkeit und Terror einzudämmen und stattdessen wirtschaftliche wie soziale Stabilität herzustellen?" (7) Diesen und weiteren Fragen geht der Autor bei seiner Schilderung palästinensischer Alltagssituationen in den Autonomiegebieten nach. Es gelingt ihm deutlich zu machen, inwiefern das Leben der Palästinenser von Gewalt israelischer Soldaten (10-15), Hausarrest (78 f.) und generell dem Klima von Mißtrauen, Haß und allgegenwärtiger Verteidigungsbereitschaft geprägt ist (118-125).
Die Darstellung wird ergänzt durch zwei Interviews mit den israelischen Schriftstellern David Grossman und Amos Oz. Eine Zeittafel (1882 - erste jüdische Einwanderung - bis 1996), ein Glossar über arabische Begriffe und ein Personenverzeichnis schließen das Buch ab.
Petra Beckmann-Schulz (Bm)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.63 | 4.41
Empfohlene Zitierweise: Petra Beckmann-Schulz, Rezension zu: Ernst Hunziker: Zwischen Allah und Arafat. Osnabrück/Zürich: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3540-zwischen-allah-und-arafat_4724, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4724
Rezension drucken
Dr., Politikwissenschaftlerin.
CC-BY-NC-SA