/ 18.06.2013
Ruth Jung
Attac: Sand im Getriebe
Hamburg: Edition Nautilus 2002; 122 S.; 9,90 €; ISBN 3-89401-400-8Gerade einmal etwas über viereinhalb Jahre alt, hat sich Attac, die "Association pour la taxation des transactions financières pour l'aide aux citoyens" schon als deutlich wahrnehmbare Macht unter den Nicht-Regierungsorganisationen etabliert. In diesem schmalen Bändchen erzählt die Journalistin Jung in groben Zügen die Geschichte der Gründung von Attac und die Hintergründe ihrer Entstehung. Ein wissenschaftlicher Anspruch ist nicht damit verbunden und wird auch nicht annäherungsweise erreicht. Die Perspektive der Autorin ist die einer Attac-Anhängerin. Sie identifiziert sich auf der ganzen Linie mit den Zielen der Organisation und erliegt auch so manches Mal der Versuchung zur Glorifizierung der Helden der Bewegung. Der Band, der durch Beiträge von José Saramago, Ignacio Ramonet und Bernard Classen sowie den Abdruck eines Manifests von Attac ergänzt wird, liest sich sehr leicht und schnell. Anhänger der Bewegung werden ihn zur Steigerung des eigenen Enthusiasmus sicherlich gewinnbringend lesen; wer unabhängigere Informationen zu dieser Organisation haben möchte, sollte allerdings zu anderen Publikationen greifen.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.3 | 4.43 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Ruth Jung: Attac: Sand im Getriebe Hamburg: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17361-attac-sand-im-getriebe_19982, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 19982
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M. A., Politikwissenschaftler.
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