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/ 19.06.2013
Christina Knüllig (Hrsg.)

Aufwärts bitte! Zehn Beiträge gegen Deutschlands freien Fall

Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 2004; 297 S.; 18,90 €; ISBN 3-434-50578-4
Der Ausgangspunkt des Bandes ist die allgemeine politische Stimmungslage in Deutschland seit Beginn des Jahres 2003. Danach sei Deutschland derzeit von zwei Strömungen geprägt: innenpolitisch die „totale Forderung" der Bevölkerung nach Rundumversorgung, außenpolitisch ein „totaler Gestaltungsverzicht" (11). Das Durcheinander in der innenpolitischen Reformpolitik einerseits und die ablehnende Haltung Deutschlands zum Irak-Krieg andererseits seien Ausdruck für „eine gewisse Mutwilligkeit und einen Mangel an substanziellen Leitbildern" (8). Vor diesem Hintergrund setzen sich die Autoren mit grundsätzlichen Fragen von Demokratie und Freiheit, dem Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit, der Reform des Sozialstaats und mit dem Thema Vergangenheitspolitik auseinander. Ihr Ziel ist es, „das Projekt eines liberalen handlungsfähigen Gemeinwesens erfolgreich voranzutreiben" (17). Aus dem Inhalt: Christina Knüllig: Einleitung: Sind wir noch zu retten? (7-18) Deutschland im Übergang - welche Zukunft wollen wir? Jörg Lau: Stolz und Vorurteil. Von der Leitkultur zum neuen Patriotismus (21-46) Gerd Held: Neue Commons braucht das Land. Warum die „Bürgergesellschaft" kein Leitbild für ein modernes Deutschland sein kann (47-83) Richard Herzinger: Verdächtige Freiheit. Was kommt nach dem großen Konsens? (84-103) Jan-Werner Müller: Freiheit, Furcht und „German Angst". Zum Gefühlsleben eines neuen Liberalismus (104-121) Leidenschaftlich postheroisch: Wie inszeniert man in der Demokratie? Thomas Krüger: Demokratie als Marke? Über den Unterschied von Markenkommunikation und Politik (125-141) Wolfgang Harrer: Gibt es einen German Dream? Deutschland aus der Ferne betrachtet (142-173) Ist Geiz wirklich geil? Wege aus dem Versorgungsstaat Klaus Hartung: Reformhindernis Sozialnation. Über das Ende falsch verstandener Solidarität (177-217) Paul Nolte: Sozialstaat und Gerechtigkeit. Aufbruch in einen neuen Gesellschaftsvertrag (218-244) Endlich normal? Die Politik der Vergangenheit und die Zukunft der Politik Mariam Lau: Wollt Ihr den totalen Bürger? Die Deutschen und das Erbe der Re-Education (247-278) Michael Jeismann: Phantomschmerzen: Wie der Umgang mit der deutschen Vergangenheit die Gegenwart bestimmt (279-293)
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.32.352.3422.3314.21 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Christina Knüllig (Hrsg.): Aufwärts bitte! Hamburg: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21184-aufwaerts-bitte_24713, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24713 Rezension drucken
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