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/ 21.06.2013

Das Engagement der Schweiz in den Konflikten im ehemaligen Jugoslawien

Michael Meier

Das Engagement der Schweiz in den Konflikten im ehemaligen Jugoslawien. Eine deskriptive Analyse der Massnahmen und Entscheidungen des EDA zur Prävention und Beilegung der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien 1989-1996

Bern u. a.: Peter Lang 2006 (Europäische Hochschulschriften: Reihe III, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften 1020); 262 S.; brosch., 49,- €; ISBN 978-3-03910-808-4
Geschichtswiss. Diss. Freiburg; Gutachter: M. Furrer. – Die Konflikte im ehemaligen Jugoslawien stellten für die Schweiz aufgrund der geografischen Nähe und angesichts einer bis zum Ende des Kalten Krieges verfolgten restriktiven Neutralitätspolitik eine besondere Herausforderung dar und zwangen sie, Stellung zu beziehen. Der Autor hat für seine deskriptive Analyse zur Rolle der schweizerischen Außenpolitik in den Konflikten um die Provinz Kosovo, Kroatien und Serbien Publikationen, Dokume...
Michael Meier

Das Engagement der Schweiz in den Konflikten im ehemaligen Jugoslawien. Eine deskriptive Analyse der Massnahmen und Entscheidungen des EDA zur Prävention und Beilegung der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien 1989-1996

Bern u. a.: Peter Lang 2006 (Europäische Hochschulschriften: Reihe III, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften 1020); 262 S.; brosch., 49,- €; ISBN 978-3-03910-808-4
Geschichtswiss. Diss. Freiburg; Gutachter: M. Furrer. – Die Konflikte im ehemaligen Jugoslawien stellten für die Schweiz aufgrund der geografischen Nähe und angesichts einer bis zum Ende des Kalten Krieges verfolgten restriktiven Neutralitätspolitik eine besondere Herausforderung dar und zwangen sie, Stellung zu beziehen. Der Autor hat für seine deskriptive Analyse zur Rolle der schweizerischen Außenpolitik in den Konflikten um die Provinz Kosovo, Kroatien und Serbien Publikationen, Dokumente und Dossiers des Eidgenössischen Departments für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sowie stenografische Bulletins des Nationalrates und des Ständerates ausgewertet und darüber hinaus Gespräche mit beteiligten wissenschaftlichen Experten und Diplomaten geführt. Die Darstellung der Maßnahmen und Entscheidungen des EDA orientiert sich weniger an der Chronologie der Ereignisse, sondern nimmt die Sichtweise der EDA ein und folgt somit der Reaktion der schweizerischen Seite. Die schweizerische Außenpolitik habe in diesem Konflikt ihre eigenen Zäsuren entwickelt. Der Untersuchungszeitraum umfasst aus archivtechnischen Gründen die Jahre 1989 bis 1996, wobei Meier unterstreicht, dass das Jahr 1996 keineswegs eine Zäsur bedeutete, vielmehr habe die internationale Gemeinschaft mit dem Abkommen von Dayton „die Anliegen der Kosovo-Albaner verraten“ (18). Wie sich die Schweiz in dieser Frage positionierte, beurteilt Meier so: „Nie zuvor hatte sich die Schweiz wohl dermassen für eine friedliche Lösung eines Konfliktes eingesetzt wie 1996 in der Kosovo-Frage. Die Schweiz war aber schlussendlich trotz OSZE-Präsidentschaft zu schwach, um in dieser wichtigen Frage eine relevante Position einnehmen zu können.“ (227)
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.222.52.614.41 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Michael Meier: Das Engagement der Schweiz in den Konflikten im ehemaligen Jugoslawien. Bern u. a.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26066-das-engagement-der-schweiz-in-den-konflikten-im-ehemaligen-jugoslawien_30317, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 30317 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA