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/ 21.06.2013
Urs Anderegg

Der 1. Mai in der Schweiz. Vom Traum einer besseren Welt...

Marburg: Tectum Verlag 2008 (Geschichtswissenschaft 3); 692 S.; pb., 39,90 €; ISBN 978-3-8288-9596-6
Geschichtswiss. Diss. Bern; Gutachter: B. Studer, J. Mooser. – In dieser sozialhistorisch‑kulturwissenschaftlichen Arbeit wird der 1. Mai als „zuverlässiger Seismograph für die kulturelle und sozialgeschichtliche Entwicklung der Arbeiterbewegung“ (35) untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf der Stadt Zürich, ergänzt mit einem binnenschweizerischen Vergleich und einem Blick auf die Entwicklung in Deutschland seit dem Kaiserreich. Betrachtet werden Festrituale und symbolischer Gehalt der Veranstaltungen sowie die verschiedenen Organisatoren als Repräsentanten verschiedener politischer Strömungen. Das gesamte Geschehen wird im historischen Längsschnitt in sechs Phasen eingeteilt, vom Anknüpfen an andere Festtraditionen um die Jahrhundertwende bis zur modernen Spielart der Feiern seit Mitte der 80er‑Jahre, „getragen von einer äusserst heterogenen sozialen Basis, die aus Exilorganisationen, verschiedensten Gruppierungen mit unterschiedlichsten subkulturellen Zielsetzungen sowie eher traditionellen Gewerkschaftsvertretern und älteren Arbeitern besteht“ (178). Das Programm setze sich gegenwärtig aus Demonstration, Kundgebung, Volksfest und Nachdemonstration zusammen und werde von den Teilnehmern als „temporäre Heimat“ (473) wahrgenommen. Insgesamt ist diese Untersuchung für Politikwissenschaftler nur bedingt geeignet.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.52.22 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Urs Anderegg: Der 1. Mai in der Schweiz. Marburg: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29679-der-1-mai-in-der-schweiz_35141, veröffentlicht am 21.10.2008. Buch-Nr.: 35141 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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