/ 21.06.2013
Otto Graf Lambsdorff
Der Freiheit verpflichtet. Reden und Aufsätze 1995–2006. In Würdigung seiner Verdienste als Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung. Hrsg. von Jürgen Morlok
Stuttgart: Lucius & Lucius 2006; XII, 415 S.; geb., 58,- €; ISBN 978-3-8282-0361-7Die Zusammenstellung aus Reden und Aufsätzen zeichnet ein akkurates Bild des „streitbaren Liberalen“ (V) Lambsdorff. Die Friedrich-Naumann-Stiftung, deren Vorstandsvorsitz Lambsdorff von 1995 bis 2006 innehatte, hat einen zweiten Band zu Ehren seines 80. Geburtstags veröffentlicht, in dem würdigende Beiträge namhafter Wegbegleiter Lambsdorffs und Liberale den ersten Band ergänzen (siehe ZPol-Nr. 33617). Seinem liberalen Credo entsprechend beschäftigt sich Lambsdorff in den zusammengestellten Aufsätzen mit Freiheit und Menschenrechten, in denen sein Eintreten für den positiven Zusammenhang von Marktwirtschaft und Menschenrechten klar hervortritt. Dementsprechend versteht sich auch sein Eifer für eine liberale Welthandelsordnung und die Sache der WTO, denen der Protektionismus als „[d]er moderne Imperialismus“ (30) gegenübersteht. Wie ein roter Faden zieht sich die liberale Grundauffassung des „entschiedenen Freihändler[s]“ (VI) in seinen Stellungnahmen zum Staat, zur Steuerpolitik und zum kriselnden Sozialstaat. Darüber hinaus zeigen aber auch eine Vielzahl weiterer Aufsätze Lambsdorffs Wirken über wirtschaftspolitische Ordnungsvorstellungen hinaus: So beteiligt er sich auch an der Föderalismusdebatte, befasst sich mit Kultur und Geschichte und betrachtet Deutschland in einem zusammenwachsenden Europa.
Jost Wübbeke (JW)
Student, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
Rubrizierung: 2.3 | 4.42 | 4.43 | 2.34 | 2.325 | 5.41 | 3.2
Empfohlene Zitierweise: Jost Wübbeke, Rezension zu: Otto Graf Lambsdorff: Der Freiheit verpflichtet. Stuttgart: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28711-der-freiheit-verpflichtet_33857, veröffentlicht am 27.03.2008.
Buch-Nr.: 33857
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Student, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
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