/ 04.06.2013
Hans-Herbert Holzamer / Marc Hoch (Hrsg.)
Der Marshall-Plan. Geschichte und Zukunft
Landsberg a. L.: Olzog 1997; 214 S.; pb., 19,80 DM; ISBN 3-7892-9349-0Die Autoren dieser im Auftrag der Süddeutschen Zeitung zusammengestellten Aufsatzsammlung ziehen fünfzig Jahre nach Initiierung des "European Recovery Program" durch George C. Marshall, seinerzeit Außenminister der USA, ihre Bilanz des bedeutendsten wirtschaftlichen Wiederaufbauprogramms im 20. Jahrhundert. Aus der Sicht von Zeitzeugen sowie von Historikern, Journalisten, Politikern und Wirtschaftsfachleuten werden die Maßnahmen des Hilfsprogramms und ihre Wirkung in Einzelaspekten vorgestellt und vielfach rückblickend gewürdigt. Eine Auswahl maßgeblicher Reden im Zusammenhang mit der Lancierung des "Marshall-Plans" und eine umfangreiche Auswahlbibliographie schließen den Band ab.
Aus dem Inhalt: Roman Herzog: 50 Jahre Marshall-Plan - Vertrauen auf die wirtschaftliche Zukunft (9-12). I. Zeitgeschichtliche Einordnungen: Stephan Bierling: Geburt eines Mythos (14-23); Wolfgang Krieger: Später Aufstieg, steile Laufbahn (24-27); Gebhard Schweigler: Ein grundsolider Vertreter der einfachen Mittelklasse (28-32); Stephan Bierling: Die Liebesaffäre der Deutschen mit dem Marshall-Plan (33-34). II. Aussenpolitische Aspekte: Josef Joffe: Eine wunderbare Freundschaft (36-39); Wolfgang Krieger: Die Knute Moskaus als Überzeugungswaffe (40-45); Ludolf Herbst: "Ihre Teilnahme ist ein Bruch in der Front" (47-52); Manfred Knapp: Geburtsstunde für die Bonner Außenpolitik (53-56). III. Wirtschaftsgeschichte: Werner Abelshauser: Die Stabilisierung Westeuropas (58-63); Christoph Buchheim: Die Pistolenkraft der Marshall-Dollars (64-67); Uwe Prell: Carepakete für den "Vorposten der Freiheit" (68-71); Gerd Hardach: Scharnier zum Wirtschaftswunder (72-74). IV. Kulturelle Aspekte: Hermann Glaser: Schöne, neue Waren-Welt (76-79); Volker Wehdeking: Losgekommen von der Welt der Trümmer (80-83); Rudolf Reiser: "Europas Kalifornien" (84-86). V. Der Marshall-Plan und seine Auswirkungen auf die Gegenwart: Ingrid Brunner: Perpetuum mobile der Kredithilfe (88-91); Norbert Sturm: Kein Allheilmittel für die Wirtschaftsprobleme der Welt (92-97); Thomas Kirchner: Der Mittelstand als Marshalls Erbe (98-99); Craig Kennedy: Der German Marshall-Fund (100-104). VI. Der Marshall-Plan und Osteuropa: Friedrich Menzel: Hilfe zur Selbsthilfe (106-109); Wilhelm Hankel: Die neue Aufgabe: Aufbau in Osteuropa (110-112). VII. Interviews und Statements aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: Bill Clinton: Der Geist des Marshallplans muß für die nächsten 50 Jahre und darüber hinaus wirken (114-122); Günter Rexrodt: Hilfe zur Selbsthilfe ist das Gebot der Stunde (123-127); Richard von Weizsäcker: Was heute von uns gefordert wird (128-130); Volker Rühe: Der Marshall-Plan - Signal der Solidarität und des Aufbruchs (131-133); Stellungnahmen von Experten: Der Marshall-Plan: Legende oder Initialzündung für die Weltwirtschaft? (134-149); SZ-Interview mit Joachim Lesser: "Geld schenken tötet unternehmerisches Denken" (150-156); Günter Rexrodt: Der Marshall-Plan (157-162). VIII. Historische Reden, Dokumente, Erinnerungen: George C. Marshall: Unsere Politik richtet sich gegen Hunger, Armut und Chaos (164-168); George F. Kennan: "Der Patient siechte dahin" (169-177); Toby E. Rodes: Bemerkungen zum Marshall-Plan (178-184).
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 4.22 | 2.313 | 2.62 | 2.64
Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: Hans-Herbert Holzamer / Marc Hoch (Hrsg.): Der Marshall-Plan. Landsberg a. L.: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6043-der-marshall-plan_8219, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 8219
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
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