/ 03.06.2013
Wolfram Klein
Der Mercosur. Wirtschaftliche Integration, Unternehmer und Gewerkschaften
Freiburg i. Br.: Arnold-Bergstraesser-Institut 1996 (Freiburger Beiträge zu Entwicklung und Politik 22); VIII, 376 S.; 30,- DM; ISBN 3-928597-18-3Politikwiss. Diss. Rostock; Erstgutachter: N. Werz. - Der 1991 begründete Mercado Común del Sur (Mercosur), an dem sich zunächst Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay beteiligten, ist einer der ehrgeizigsten und bislang erfolgreichsten Integrationsversuche Lateinamerikas. In der Studie werden zunächst Verlauf und Ergebnisse des Integrationsprozesses nachgezeichnet, bevor im Hauptteil nach den Einstellungen und Reaktionen von Industrieunternehmern und Gewerkschaften gegenüber den neuen, liberalen Rahmenbedingungen gefragt wird. Die Bedeutung dieses Zusammenhangs wird offensichtlich, vergegenwärtigt man sich, daß beide Gruppen eine vergleichsweise hohe Affinität zum vorangegangenen Modell binnenmarktorientierter Industrialisierung besessen haben. Es gelingt dem Autor nachzuweisen, daß sowohl die Unternehmer als auch die Gewerkschaften nicht nur defensive Strategien verfolgten, sondern die neu entstandenen Handlungsspielräume nutzen konnten, um Einfluß auf den Integrationsprozeß zu nehmen.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.65 | 4.43 | 4.3 | 2.22 | 2.262
Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Wolfram Klein: Der Mercosur. Freiburg i. Br.: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3273-der-mercosur_4289, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4289
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Dr., Politikwissenschaftler.
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