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/ 04.06.2013
Jürgen Weber

Der US-amerikanische Kulturimperialismus und die schwarze Bürgerrechtsbewegung. Eine demokratietheoretisch-politologische Analyse. The Secret and Untold Story of Brainwashing in the Free World

Wien: WUV-Universitätsverlag 1997 (Dissertationen der Universität Wien 36); 198 S.; 32,- DM; ISBN 3-85114-301-9
Politikwiss. Diss. Wien; Erstgutachterin: C. Teuber-Weckersdorf. - Die Arbeit beginnt mit einer für viele Leser sicherlich überraschenden Erkenntnis; für Weber "hat es Westeuropa [...] noch nicht geschafft, die Nachkriegsgeschichte zu beenden, sondern ist nach wie vor durch die vorherrschende Kultur des Amerikanismus bestimmt" (15). Was ist darunter zu verstehen? Nun, "die Tatsache, daß Westeuropa genauso ideologisiert und indoktriniert wurde wie Osteuropa. Natürlich waren diese Infiltrationen viel subtiler und raffinierter und wurden mit Schlagworten von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten verkauft, dennoch handelte es sich bei der '(Re-)Kolonisation' Westeuropas durch die USA um nichts anderes als die Subordination eines Gesellschaftssystems unter ein anderes" (15). In diesem Tenor geht es weiter, imperialistisch-patriarchalisch-rassistische Verschwörungen werden gnadenlos entlarvt, und unermüdlich sucht der Autor nach einem revolutionären Subjekt in den USA. Worin die Wissenschaftlichkeit dieses Pamphlets in Form einer wissenschaftlichen Prüfungsschrift besteht, hat der Rezensent nicht erkennen können.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.642.222.23 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Jürgen Weber: Der US-amerikanische Kulturimperialismus und die schwarze Bürgerrechtsbewegung. Wien: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/4222-der-us-amerikanische-kulturimperialismus-und-die-schwarze-buergerrechtsbewegung_5948, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 5948 Rezension drucken
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