/ 12.06.2013
Heide Mariko Krüger-Philipp
Der Vorsorgegedanke im japanischen Umweltschutz. Umweltpolitische Ansätze und rechtliche Umsetzung
Göttingen: Cuvillier Verlag 2003; VI, 349 S.; 40,- €; ISBN 3-89873-611-3Diss. Halle-Wittenberg; Gutachter: G. Foljanty-Jost, E. Rehbinder. - Die Auswirkungen unseres wirtschaftlichen Handelns auf die Umwelt sind in vielerlei Hinsicht nicht vorhersagbar. Der Vorsorge gegen mögliche Umweltgefährdungen kommt deshalb ein immer größerer Stellenwert zu. Die Autorin untersucht, welche Maßnahmen Japan als zweitgrößte Industrienation der Welt in dieser Hinsicht getroffen hat. Sie stellt zunächst die häufig zu hörende Kritik an der japanischen Umweltpolitik dar, diese sei lediglich reaktiv bzw. kurativ orientiert und lasse den Vorsorgegedanken außer Acht. Ihre Untersuchung der politischen Programme, der Konzepte des japanischen Zentralstaates und der regionalen Selbstverwaltungskörperschaften sowie einzelner Instrumente des Umweltrechts und ausgewählter Umweltschutzbereiche zeigt jedoch, dass durchaus schon ab den 70er-Jahren der Gedanke an Prävention und Vorsorge in der japanischen Umweltpolitik vorhanden war. Die Autorin stellt nach einer ausführlichen Analyse japanischer Quellen allerdings auch fest, dass es keine konkret ausformulierten Vorsorgeansätze gibt. Das japanische Umweltrecht sei aber nicht allein durch Gesetze und Verordnungen gekennzeichnet. „Im Ergebnis bedeutet dies, dass Vorsorge in Japan weniger durch ordnungsrechtliche Instrumente als vielmehr durch informelle Mittel betrieben wird." (290)
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.68 | 2.261
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Heide Mariko Krüger-Philipp: Der Vorsorgegedanke im japanischen Umweltschutz. Göttingen: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14233-der-vorsorgegedanke-im-japanischen-umweltschutz_23230, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23230
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M. A., Politikwissenschaftler.
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