Skip to main content
/ 17.06.2013
Klaus Detterbeck

Der Wandel politischer Parteien in Westeuropa. Eine vergleichende Untersuchung von Organisationsstrukturen, politischer Rolle und Wettbewerbsverhalten von Großparteien in Dänemark, Deutschland, Großbritannien und der Schweiz, 1960-1999

Opladen: Leske + Budrich 2002 (Europa- und Nordamerika-Studien 9); 389 S.; 34,77 €; ISBN 3-8100-3209-3
Politikwiss. Diss. Göttingen; Gutachter: P. Lösche. - In den 90er-Jahren wurde für (westeuropäische) Parteiensysteme die Entwicklung von Parteikartellen konstatiert (Katz und Mair): Dominierende (ehemalige) Volksparteien kooperieren miteinander, um ihre staatlichen Privilegien zu sichern oder zu erweitern. Diese Kartelltheorie stellt Detterbeck für acht Parteien in vier westeuropäischen Ländern auf den empirischen Prüfstand, indem er den organisatorischen Wandel, den Wandel der politischen Rolle und den Wandel des Parteienwettbewerbs eingehend untersucht. Jeweils in einem Dreischritt werden Annahmen aus der Kartelltheorie abgeleitet, empirisch verglichen und bewertet. Auch wenn man über die Angemessenheit einiger Indikatoren dieser Untersuchung streiten könnte, so gelingt es Detterbeck doch, deutliche Unterschiede zwischen den Parteien herauszuarbeiten, ihre Nähe zum Kartelltypus zu bestimmen und schlüssig zu begründen. Gerade durch die reizvolle Auswahl möglichst unterschiedlicher Regierungs- und Parteiensysteme und die Fülle an empirischem Material über die Parteien lässt sich diese Studie mit großem Gewinn lesen.
Andreas Hallermann (AH)
Dr., Politikwissenschaftler, Referent im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt.
Rubrizierung: 2.222.612.3312.5 Empfohlene Zitierweise: Andreas Hallermann, Rezension zu: Klaus Detterbeck: Der Wandel politischer Parteien in Westeuropa. Opladen: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15611-der-wandel-politischer-parteien-in-westeuropa_17802, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 17802 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA