/ 17.06.2013
Ulrich Metzger
Dezentralisierung in Entwicklungsländern. Finanzielle Dezentralisierung und Sustainable Human Development
Würzburg: Ergon 2001 (Spektrum Politikwissenschaft 13); 171 S.; brosch., 24,54 €; ISBN 3-933563-76-3Diss. Augsburg. - Seit Beginn der 90er-Jahre gehören Dezentralisierungsmaßnahmen zum gängigen Instrumentarium der Entwicklungspolitik. Sie sollen die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln verbessern und zu Transparenz und Effizienz öffentlichen Handelns führen. Dadurch werden indirekt Verbesserungen der Lebensbedingungen der jeweiligen Bevölkerung erwartet. Metzger fragt in seiner an der Schnittstelle von Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre angesiedelten Arbeit, ob Dezentralisierung tatsächlich zur Armutsbekämpfung beiträgt. In einer Querschnittanalyse untersucht er den Zusammenhang zwischen finanzieller Dezentralisierung - für den er drei Kennzahlen bildet - und dem Human Development Index in so genannten Entwicklungsländern sowie Schwellen- und Industrieländern. Dieser lediglich 14 Seiten umfassenden empirisch-statistischen Analyse gehen mehrere - sprachlich nicht immer eingängige - Kapitel zum Begriff der Dezentralisierung und seiner konzeptionellen und theoretischen Einordnung voraus. Als Ergebnis hält der Autor fest, dass Dezentralisierung in Entwicklungsländern nicht zu den gewünschten Wirkungen führt, während für die Industrieländer positive Ergebnisse zu verzeichnen sind.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.44
Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Ulrich Metzger: Dezentralisierung in Entwicklungsländern. Würzburg: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15332-dezentralisierung-in-entwicklungslaendern_17446, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 17446
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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