/ 18.06.2013
Tatjana Reiber
Die Bedeutung der Art der Konfliktbearbeitung für die Befriedung von Bürgerkriegsgesellschaften am Beispiel von Angola und El Salvador
Tübingen: Institut für Politikwissenschaft der Eberhard-Karls-Universität Tübingen 2002 (Tübinger Arbeitspapiere zur Internationalen Politik und Friedensforschung 39); 66 S.; 1,- €; ISBN 3-927604-36-4Etwa die Hälfte aller Friedensabkommen bei Bürgerkriegen wird wieder gebrochen und ein dauerhafter Frieden nicht erreicht. Die Ursache dafür könnte - so die Hypothese der Autorin - in der Art und Weise liegen, wie der Konflikt bearbeitet wurde. Reiber unterscheidet hierbei zwischen transformationsorientierten Ansätzen, die das vorrangige Ziel haben, von gewalttätigen zu gewaltfreien Formen der Konfliktaustragung zu gelangen, und abkommensorientierten, bei denen es schwerpunktmäßig um das Erzielen von inhaltlichen Konfliktlösungen bzw. Kompromissen geht. An den Beispielen El Salvador und Angola arbeitet sie heraus, dass transformationsorientierte Ansätze eher zu einem dauerhaften Frieden führen als abkommensorientierte; wobei die Arbeit - was auch angesichts ihres Umfanges nicht anders möglich ist - insgesamt einen eher skizzenartigen Charakter hat.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.25 | 2.67 | 2.65
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Tatjana Reiber: Die Bedeutung der Art der Konfliktbearbeitung für die Befriedung von Bürgerkriegsgesellschaften am Beispiel von Angola und El Salvador Tübingen: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17089-die-bedeutung-der-art-der-konfliktbearbeitung-fuer-die-befriedung-von-buergerkriegsgesellschaften-am-beispiel-von-angola-und-el-salvador_19654, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 19654
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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