/ 04.06.2013
Mathias Oldhaver
Die deutschsprachige Bevölkerungsgruppe in Namibia. Ihre Bedeutung als Faktor in den deutsch-namibischen Beziehungen
Hamburg: Verlag Dr. Kovac 1997; VII, 191 S.; 118,- DM; ISBN 3-86064-520-XWeder Titel noch Untertitel beschreiben den Kern des Untersuchungsgegenstandes treffend. So findet die deutschsprachige Bevölkerung in der Analyse kaum Platz. Vielmehr muß der Verweis auf diese Gruppe wohl als Hinweis auf die besondere Bedeutung Namibias für die deutsche Afrikapolitik verstanden werden, denn letztere steht im Mittelpunkt der Studie. Am Beispiel Namibias wird versucht, die Position der deutschen Afrikapolitik im Spannungsfeld zwischen nationalen Interessen und historischer Verantwortung zu verorten. Eingebettet in einen historischen Überblick liegt der zeitliche Untersuchungsschwerpunkt auf dem bundesdeutschen Engagement im namibischen Unabhängigkeitsprozeß. Für diese Periode werden die Positionen und Interessen der deutschen Regierungspolitik, der Parteien, der Kirchen sowie zahlreicher Interessengruppen untersucht. Weniger umfassend ist die Analyse der Akteure auf der namibischen Seite angelegt, die auf wenige zentrale Gruppierungen beschränkt bleibt. In einem Exkurs wird zusätzlich auf die Beziehungen zwischen der DDR und Namibia (bzw. auf die Afrikapolitik des zweiten deutschen Staates) eingegangen.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.21 | 2.67
Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Mathias Oldhaver: Die deutschsprachige Bevölkerungsgruppe in Namibia. Hamburg: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6090-die-deutschsprachige-bevoelkerungsgruppe-in-namibia_8281, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8281
Rezension drucken
Dr., Politikwissenschaftler.
CC-BY-NC-SA