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/ 21.06.2013
Peter Pilz

Die Republik der Kavaliere

Wien: Czernin Verlag 2006; 128 S.; brosch., 14,80 €; ISBN 978-3-7076-0220-3
Das Buch des österreichischen Politikers und Grünenabgeordneten im Nationalrat ist vor der Wahl 2006 erschienen. Es ging dem Autor darum, einem breiten Lesepublikum brisante Fakten und kritikwürdige Ereignisse der österreichischen Politik unter der schwarz-blauen Regierungskoalition ins Gedächtnis zu rufen. In lockerem, bissig-sarkastischen Erzählton schildert er die Umstände, die im Jahr 2000 zur „schwarzen Wende“ führten und berichtet u. a. über Spitzel- und Korruptionsaffären, über die Vereinnahmung der Medien und den Ausverkauf des Staates: „Ein verkrüppelter Rechtsstaat, ein gelähmtes Parlament, eine beschädigte Verfassung, ein missbrauchter ORF und unwiederbringlich verschleudertes Tafelsilber – das ist die Bilanz eines Wendekanzlers, dem jedes Mittel recht ist, um an der Macht zu bleiben.“ (26) Das Buch liest sich als schonungslose Abrechnung eines langjährigen Insiders mit dem politischen Treiben Österreichs; einen wissenschaftlichen Anspruch erhebt es freilich nicht.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.4 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Peter Pilz: Die Republik der Kavaliere Wien: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27401-die-republik-der-kavaliere_32107, veröffentlicht am 03.12.2007. Buch-Nr.: 32107 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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