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/ 20.06.2013
Gerd Hankel

Die UNO. Idee und Wirklichkeit

Hamburg: Hamburger Edition 2006; 127 S.; 12,- €; ISBN 978-3-936096-64-4
In den vergangenen Jahren sind im deutschen Sprachraum viele Werke erschienen, die die Entwicklung und Struktur der Vereinten Nationen beschreiben, und man fragt sich, was der schmale Band Neues enthalten mag. Die Antwort: Kaum etwas, lediglich im letzten Kapitel finden sich interessante Überlegungen, nämlich die erfrischend eindeutige Kritik an der zweifelhaften diplomatischen Vergangenheit Kofi Annans sowie am deutschen Streben nach einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat. Letzterem wird eine klare Absage erteilt, und damit hebt sich die Grundaussage Hankels wohltuend von der derzeitigen Mehrheitsmeinung ab. Die mehr als 100 Seiten davor enthalten allerdings ausschließlich im UN-Diskurs bereits bekannte Gedankengänge, überwiegend zu den Themen Völkerrecht, Peacekeeping und Menschenrechte. Ärgerliche Fehler finden sich auch: 194 Mitgliedstaaten, wie auf S. 71 behauptet, hat die UNO nie gehabt – seit dem Beitritt Montenegros am 28. Juni 2006 sind es „lediglich“ 192. Überdies fehlen Inhaltsverzeichnis, Stichwortregister und Literaturliste ebenso wie Kapitelüberschriften, weswegen man die Ausführungen in Gänze zwar durchlesen mag; als Nachschlagewerk über die UNO ist das Buch jedoch ungeeignet.
Jan Claudius Völkel (JCV)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Arnold-Bergsträsser-Institut, Freiburg i. Br.
Rubrizierung: 4.3 Empfohlene Zitierweise: Jan Claudius Völkel, Rezension zu: Gerd Hankel: Die UNO. Hamburg: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25849-die-uno_30010, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 30010 Rezension drucken
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