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/ 18.06.2013

Eden, Adenauer und die deutsche Frage

Yvonne Kipp

Eden, Adenauer und die deutsche Frage. Britische Deutschlandpolitik im internationalen Spannungsfeld 1951-1957

Paderborn u. a.: Ferdinand Schöningh 2002 (Sammlung Schöningh zur Geschichte und Gegenwart); 441 S.; geb., 51,60 €; ISBN 3-506-77525-1
Geschichtswiss. Diss. Bonn; Gutachter: M. Funke, K. Hildebrand. - Die Arbeit untersucht im personenzentrierten Stil der klassischen Diplomatiegeschichte die britische Haltung gegenüber einem möglicherweise wieder vereinigten Deutschland. Historisch-deskriptiv und vorwiegend auf Archivmaterial basierend, stellt die Autorin die deutschlandpolitischen Positionen Anthony Edens während seiner dritten Amtszeit als britischer Außen- und später als Premierminister dar. Edens Deutschlandpolitik erscheint...
Yvonne Kipp

Eden, Adenauer und die deutsche Frage. Britische Deutschlandpolitik im internationalen Spannungsfeld 1951-1957

Paderborn u. a.: Ferdinand Schöningh 2002 (Sammlung Schöningh zur Geschichte und Gegenwart); 441 S.; geb., 51,60 €; ISBN 3-506-77525-1
Geschichtswiss. Diss. Bonn; Gutachter: M. Funke, K. Hildebrand. - Die Arbeit untersucht im personenzentrierten Stil der klassischen Diplomatiegeschichte die britische Haltung gegenüber einem möglicherweise wieder vereinigten Deutschland. Historisch-deskriptiv und vorwiegend auf Archivmaterial basierend, stellt die Autorin die deutschlandpolitischen Positionen Anthony Edens während seiner dritten Amtszeit als britischer Außen- und später als Premierminister dar. Edens Deutschlandpolitik erscheint in den beiden jeweils chronologisch geordneten Hauptteilen der Arbeit als bestimmt von den widerstreitenden Interessen, die sich einerseits gegenüber Adenauer von der deutschen Frage her (Westbindung und Wiederbewaffnung) und andererseits gegenüber dem Kreml (Détente und Stabilisierung des Status quo) ergaben. Im Detail wird daher auf Edens Rolle bei der Ablehnung der Stalin-Noten, bei der taktischen Neuausrichtung nach Stalins Tod, auf der Berliner Konferenz 1954, in der Frage um die deutsche NATO-Mitgliedschaft sowie insgesamt in der britisch-deutschen Partnerschaft im Rahmen der Westbindung eingegangen, bevor umgekehrt seine Bedeutung für den Gipfel und für die Außenministerkonferenz in Genf 1955 sowie für den britisch-sowjetischen Gipfel 1956 gewürdigt wird. Gerade mit der Darstellung Edens als eines Architekten der Vermittlung britischer Deutschlandpolitik gegenüber der Sowjetunion will Kipp ihn aus dem Schatten Churchills herauslösen. Ein zweites Desiderat sieht sie mit der Beantwortung der "Frage nach den Kontinuitäten und Brüchen in Edens Deutschlandpolitik während seiner gesamten Amtszeit als Außen- und Premierminister" (27), und ein drittes in der Beschäftigung mit dem persönlichen Verhältnis Edens zu Adenauer erfüllt.
Thomas Nitzsche (TN)
M. A., Fachreferent für Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaft an der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek in Jena (ThULB).
Rubrizierung: 4.222.313 Empfohlene Zitierweise: Thomas Nitzsche, Rezension zu: Yvonne Kipp: Eden, Adenauer und die deutsche Frage. Paderborn u. a.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17926-eden-adenauer-und-die-deutsche-frage_20688, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20688 Rezension drucken
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