/ 20.06.2013
Berthold Kuhn
Entwicklungspolitik zwischen Markt und Staat. Möglichkeiten und Grenzen zivilgesellschaftlicher Organisationen
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2005 (Campus Forschung 886); 419 S.; kart., 45,- €; ISBN 3-593-37742-XHabilitationsschrift FU Berlin. - Auf der Grundlage einer breiten empirischen Basis will der Autor grundsätzliche Aussagen zu Innovationspotenzialen, komparativen Vorteilen sowie Handlungs- und Funktionslogiken zivilgesellschaftlicher Organisationen in der Entwicklungspolitik treffen. Neben der Frage, wie ein idealtypisches Zusammenwirken zivilgesellschaftlicher, staatlicher und privatwirtschaftlicher Akteure in der entwicklungspolitischen Praxis aussehen könne, thematisiert Kuhn typische Orientierungsdilemmata und Dysfunktionalitäten von Nicht-Regierungsorganisationen im Kontext von Abhängigkeitsstrukturen, Wachstums- und Alterungsprozessen. Sein Untersuchungsgegenstand sind „Akteure mit einem fortgeschrittenen Grad der Institutionalisierung [...], die sich als Themenanwälte und Dienstleister unterschiedlicher Agitationsformen, Strategien und Methoden der Projektarbeit bedienen und sich entsprechend ihrer Organisationsprinzipien und Strukturmerkmale von Staats- und Marktakteuren deutlich unterscheiden“ (353). Kuhn ist Associate Professor an der Universität Leiden (Niederlande) und entwicklungspolitischer Berater für die Europäische Kommission, die GTZ und die Vereinten Nationen.
Christiane J. Fröhlich (CJF)
Dr., Soziologie mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung, wiss. Mitarbeiterin, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg.
Rubrizierung: 4.44 | 4.3 | 2.67 | 2.68 | 2.2
Empfohlene Zitierweise: Christiane J. Fröhlich, Rezension zu: Berthold Kuhn: Entwicklungspolitik zwischen Markt und Staat. Frankfurt a. M./New York: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23628-entwicklungspolitik-zwischen-markt-und-staat_27136, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 27136
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Dr., Soziologie mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung, wiss. Mitarbeiterin, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg.
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