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/ 20.06.2013
Franz Vranitzky / Rupert Weinzierl (Hrsg.)

Europa braucht wieder Politik!

Wien: Löcker Verlag 2005; 193 S.; brosch., 17,- €; ISBN 3-85409-422-1
In 13 Aufsätzen wehren sich die überwiegend österreichischen, sozialdemokratisch orientierten Autorinnen und Autoren dagegen, „die Europapolitik weltanschaulich ‚keimfrei’ zu halten“ (8), wie der frühere österreichische Bundeskanzler Vranitzky schreibt. Ihnen missfällt, dass gesellschaftliche Probleme oftmals von Experten gelöst werden, die ihre Aufgabe in der Verwaltung scheinbar ökonomischer Sachzwänge sehen. Die Dominanz wirtschaftlicher Notwendigkeiten führe dazu, dass Gestaltungsmöglichkeiten von Politik geleugnet würden. Darin sehen die Verfasser eine fatale Entwicklung und fordern, dem Primat der Ökonomie Einhalt zu gebieten und Politik als Mittel des gesellschaftlichen Interessenausgleichs einzusetzen. So werden im Buch Alternativen aufgezeigt, wie eine nicht neo-liberal geprägte, aber soziale europäische Wirtschaftspolitik aussehen könnte. Auch Maßnahmen für eine weitere Demokratisierung der Gesellschaft sowie die Grundzüge einer neuen demokratischen Kulturpolitik werden vorgestellt.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.13.52.42.22 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Franz Vranitzky / Rupert Weinzierl (Hrsg.): Europa braucht wieder Politik! Wien: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24160-europa-braucht-wieder-politik_27830, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27830 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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