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/ 17.06.2013
Hans Christian Scheid

Franz Fuchs. Doch kein Einzeltäter?

Graz/Wien/Köln: Verlag Styria 2001; 255 S.; geb., 21,- €; ISBN 3-222-12879-0
Zwischen 1993 und 1996 hielt eine Serie von Brief- und Rohrbomben Österreich in Atem, die mehrere Todesopfer und zahlreiche Verletzte forderte. In zum Teil in rechts gerichteter Rhetorik verfassten Bekennerschreiben übernahm eine bis dato unbekannte "Salzburger Eidgenossenschaft - Bajuwarische Befreiungsarmee" die Verantwortung für die größte Anschlagserie der Geschichte des Landes. In der Folge wurden die Rechte der Ermittlungsbehörden (Rasterfahndung, Lauschangriff) verschärft. Durch einen Zufall fasste die Polizei 1997 Franz Fuchs, der danach allein für die Sprengstoffanschläge verantwortlich gemacht wurde und sich 2000 in seiner Zelle das Leben nahm. Der Autor, Redakteur des ORF, vertritt jedoch die Auffassung, dass hinter den Anschlägen eine Gruppe stehen muss und belegt dies mit zahllosen Ungereimtheiten und Unterlassungen in den Ermittlungen und dem Verfahren, die er noch einmal dezidiert nachzeichnet.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.42.232.25 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Hans Christian Scheid: Franz Fuchs. Graz/Wien/Köln: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16442-franz-fuchs_18883, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18883 Rezension drucken
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