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/ 18.06.2013
Monika Gronke

Geschichte Irans. Von der Islamisierung bis zur Gegenwart

München: C. H. Beck 2003; 127 S.; 7,90 €; ISBN 3-406-48021-7
Entsprechend der Konzeption der Reihe „Wissen" des Verlages zeichnet die Islamwissenschaftlerin Gronke kompakt Entwicklungsprozesse und Wandlungen nach, die die Geschichte des Irans seit seiner Islamisierung im 7. Jahrhundert geformt und dem Land seine heutige Prägung gegeben haben. Dabei wendet sie sich gegen eine durchgängig nationale Interpretation der iranischen Geschichte. Solch ein Ansatz sei verfehlt, weil er „zwangsläufig zu einem verzerrten Blick [führt], überträgt man doch einen fest umrissenen Begriff der neuzeitlichen Geschichte Europas auf weit zurückliegende Epochen, die von völlig anderen Faktoren geprägt waren." Er „übersieht desgleichen, dass der Iran schon seit dem Altertum ein Vielvölkerstaat war und es bis heute geblieben ist, man demnach nicht einen volksgebundenen Begriff der Nation zugrunde legen darf" (9). Unabhängig davon haben sich im Laufe der vorislamischen Geschichte Persiens politische und kulturelle Traditionen sowie ein eigener iranischer Staats- und Herrschaftsgedanke herausgebildet, die den iranischen Kulturraum einten und ihm seine besonderen Charakteristika verliehen.
Minouche Monaco (MM)
Rubrizierung: 2.63 Empfohlene Zitierweise: Minouche Monaco, Rezension zu: Monika Gronke: Geschichte Irans. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19851-geschichte-irans_23106, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23106 Rezension drucken
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