/ 21.06.2013
Walter Wittmann
Helvetische Schlagworte. Politisch – markant – leer
Zürich: Orell Füssli Verlag AG 2006; 190 S.; geb., 26,50 €; ISBN 978-3-280-06066-7Der medienerfahrene Finanzwissenschaftler und Sachbuchautor Wittmann bleibt auch in diesem Buch seinem Kernthema treu: Er sieht die Schweiz seit dem Ende des Nachkriegsaufschwungs im Jahr 1973 in einer chronischen Wachstumsschwäche. Schuld daran haben für ihn entscheidungsschwache Politiker, die dem Schweizer Volk nicht die erforderlichen Vorschläge für die unverzichtbaren Reformen zur Revitalisierung des Landes unterbreiten. Stattdessen wird mit Schlagworten, Phrasen und wohlklingenden Floskeln politisiert, die aber allzu oft nur hohl tönen. In 50 kurzen Beiträgen greift Wittmann solche politischen Phrasen auf. Von A wie „Alleingang“ über „Neutralität“ und „Sonderfall“ bis Z wie „bessere Zeiten“ hinterfragt er solche in der politischen Diskussion gerne verwendeten Argumentationsbausteine und versucht sie politisch, historisch und vor allem aber ökonomisch zu entzaubern. Auch dem nicht mit den eidgenössischen Besonderheiten vertrauten deutschen Leser dürfte manches durchaus bekannt vorkommen.
Burkard Steppacher (BKS)
Prof. Dr., Konrad-Adenauer-Stiftung; Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen, Universität zu Köln (http://www.jeanmonnetchair.uni-koeln.de/index.php?id=252).
Rubrizierung: 2.5 | 2.24
Empfohlene Zitierweise: Burkard Steppacher, Rezension zu: Walter Wittmann: Helvetische Schlagworte. Zürich: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26513-helvetische-schlagworte_30905, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30905
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Prof. Dr., Konrad-Adenauer-Stiftung; Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen, Universität zu Köln (http://www.jeanmonnetchair.uni-koeln.de/index.php?id=252).
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