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/ 04.06.2013
Ernst Ulrich Große / Günter Trautmann

Italien verstehen

Darmstadt: Primus Verlag 1997; 384 S.; geb., 58,- DM; ISBN 3-89678-052-2
In einer Zeit, in der Europas Länder trotz innerer Probleme und Widerstände näher zusammenrücken, ist das Kennenlernen der Nachbarn und Verständnis füreinander wichtig. Dazu trägt "Italien verstehen" bei, indem es sich mit gut strukturiertem und detailreichem Überblickswissen an einen breiten Leserkreis wendet. Romanisten, Politologen und Historiker, aber auch sonst italieninteressierte Leser finden in dem bis Januar 1997 auf den aktuellen Forschungsstand gebrachten Buch Informationen zu dem politischen System und seiner Entstehung, zu Italiens Wirtschafts- und Sozialstrukturen, seiner Medien- und Bildungslandschaft sowie zu den deutsch-italienischen Beziehungen von der Goethezeit bis heute. Historische Rückblicke, Querverweise und Vergleiche mit anderen Ländern sollen dem Leser "mit dem italienbezogenen Orientierungswissen zugleich ein Vergleichsraster, das dem Zeitalter der europäischen Integration angemessener ist als eine reine 'Italienkunde'" (XVIII), vermitteln. Insofern widmet sich das Buch eher langfristigen Tendenzen und strukturellen Zusammenhängen als der Tagesaktualität. Inhaltsübersicht: 1. Das politische System Italiens: 1.1 Geschichtliche Grundlagen; 1.2 Verfassung und politische Institutionen der Republik Italien; 1.3 Entstehung und Entwicklung des italienischen Parteiensystems; 1.4 Die politischen Parteien; 1.5 Italien auf dem Wege zur "zweiten Republik"? 2. Wirtschaft: 2.1 Geschichtlicher Rückblick; 2.2 Italiens Wirtschaft im internationalen Vergleich; 2.3 Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen; 2.4 Staatskonzerne, gebremste Privatisierung und Privatunternehmen; 2.5 Wirtschaftspolitik; 2.6 Staatsschulden, Direktinvestitionen und Kreditwürdigkeit; 2.7 Haushalts-, Währungs- und Europapolitik; 2.8 Die Außenwirtschaft; 2.9 Globalisierung und internationale Wettbewerbsfähigkeit; 2.10 Italiens Unternehmer: global players? 3. Sozialsystem: 3.1 Sozialer Wandel; 3.2 Einkommen, Vermögen, Armut; 3.3 Klassen und Schichten; 3.4 Industrielle Beziehungen; 3.5 Staatliche Sozialpolitik. 4. Die Massenmedien: 4.1 Geschichtliche Entwicklung; 4.2 Verfassung, Presserecht und frühe Mediengesetze; 4.3 Deregulierter Medienmarkt - der Aufstieg Silvio Berlusconis; 4.4 Das Mediengesetz von 1990 (legge Mammì); 4.5 Die Printmedien; 4.6 Hörfunk; 4.7 Öffentlich-rechtliches Fernsehen (RAI); 4.8 Privates Fernsehen - der Medienkonzern Berlusconis; 4.9 Das Duopol RAI-Fininvest. 5. Das Bildungswesen: Traditionen und Innovationen: 5.1 Die Entstehung des heutigen Bildungswesens; 5.2 Das schulische Bildungssystem: ein Überblick; 5.3 Der Hochschulbereich. 6. Die deutsch-italienischen Beziehungen von der Goethezeit bis 1944: 6.1 Imagologie und Beziehungsgeschichte; 6.2 Kennst du das Land...? Kulturelle und politische Beziehungen bis zur Entstehung der Nationalstaaten; 6.3 Einsame Helden und Großmachtsträume: die Beziehungen zwischen 1860 und 1918; 6.4 Der Weg zum "Stahlpakt" und seine Folgen: die Beziehungen zwischen 1919 und 1944/45. 7. Die deutsch-italienischen Beziehungen von 1945 bis zur Gegenwart: 7.1 Kulturelle Beziehungen; 7.2 Politische und wirtschaftliche Beziehungen.
Andrea Wolf (AW)
Dipl.-Politologin.
Rubrizierung: 2.612.212.224.224.21 Empfohlene Zitierweise: Andrea Wolf, Rezension zu: Ernst Ulrich Große / Günter Trautmann: Italien verstehen Darmstadt: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3944-italien-verstehen_5608, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 5608 Rezension drucken
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