/ 04.06.2013
Peter Pernthaler
Kammern im Bundesstaat. Verfassungsrechtliche und verfassungspolitische Gesichtspunkte einer stärkeren Föderalisierung der Kammern in Österreich
Wien: Braumüller 1996 (Schriftenreihe des Instituts für Föderalismusforschung 68); XIV, 77 S.; kart., 31,- DM; ISBN 3-7003-1170-2Der Direktor des Instituts für Föderalismusforschung (mit Sitz in Innsbruck) Pernthaler wurde anläßlich der letzten Mitgliederbefragung innerhalb der Arbeiter- und Wirtschaftskammern beauftragt, ein Rechtsgutachten über die "Möglichkeiten einer stärkeren Föderalisierung der Kammern" zu erstellen. In dieser Untersuchung zur "'föderalistischen Infrastruktur'" (VII) weist er nach, daß es zwar "eine Reihe von dezentralisierten und föderalisierten Kammereinrichtungen gibt, [...] die wichtigsten 'Landeskammern' aber Bundessache sind und daß als Konsequenz die bundesstaatliche 'Realverfassung' Österreichs die Zentralisierung vor allem im Wirtschafts- und Sozialbereich fördert." Angesichts der europäischen Integration wird die regionale Interessenvertretung bedeutungsvoller, weshalb eine "konsequente Föderalisierung des Kammersystems im Falle einer Entscheidung für die Beibehaltung des öffentlich-rechtlichen Systems der Berufs- und Interessenvertretung im europäischen Wirtschaftsraum auch eine Frage der Zukunftsorientierung der Kammerorganisation unter den neuen Bedingungen eines dynamischen europäischen Regionalismus" ist (Buchinfo).
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.4 | 2.21
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Peter Pernthaler: Kammern im Bundesstaat. Wien: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3550-kammern-im-bundesstaat_4743, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4743
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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