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/ 20.06.2013
Martin Kipping / Stefan Lindemann

Konflikte und Kooperation um Wasser. Wasserpolitik am Senegalfluss und internationales Flussmanagement im Südlichen Afrika

Münster: Lit 2005 (Spektrum 90); 234 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 978-3-8258-8465-9
Das Buch ist aus zwei politikwissenschaftlichen Diplomarbeiten an der FU Berlin hervorgegangen. Kipping greift die Debatte um Ressourcenkonflikte auf und untersucht den Zusammenhang von Wasserverfügbarkeit, innerstaatlichen Konflikten und internationaler Kooperation. Am Beispiel des Senegalflusses weist er nach, dass Wasserknappheit nicht zwangsläufig zu den vielfach beschworenen Wasserkriegen führen muss. In der Arbeit von Lindemann geht es aus regimetheoretischer Perspektive um die Erfolgsbedingungen und Problemfaktoren bei der Bildung und Wirksamkeit von internationalen Wasserkooperationen, die er anhand von vier Fallstudien untersucht. Dabei kommt er u. a. zu dem Ergebnis, dass die Einrichtung eines Wasserregimes dann Erfolg versprechend ist, wenn „das Kooperationsinteresse weitgehend symmetrisch [ist] und ein hoher Problemdruck [besteht]“ (205). Damit zeigen beide Studien aus jeweils unterschiedlichem Blickwinkel, dass Wasserkonflikte eher zu Kooperationen als zu Kriegen führen, zugleich aber Ursache für innerstaatliche Gewaltkonflikte sein können.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.452.67 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Martin Kipping / Stefan Lindemann: Konflikte und Kooperation um Wasser. Münster: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25366-konflikte-und-kooperation-um-wasser_29394, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29394 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA