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/ 03.06.2013
Rolf-Dietrich Keil

Mit Adenauer in Moskau. Erinnerungen eines Dolmetschers

Bonn: Bouvier Verlag 1997; 144 S.; 24,- DM; ISBN 3-416-02671-3
In diesem schmalen Büchlein versucht Keil, der einer der Dolmetscher bei Adenauers Besuch in Moskau und der Verhandlungen über die Kriegsgefangenen war, sein persönliches Erleben des Besuchs nachzuzeichnen. Dabei geht es ihm vor allem um das, "was in amtlichen Verlautbarungen und anderen Quellen oft nur teilweise, nicht immer korrekt und häufig überhaupt nicht festgehalten ist: Atmosphärisches, nicht fürs Protokoll Bestimmtes, Menschliches" (9). Die Schilderungen beginnen jedoch zunächst mit fünf Kapiteln zur persönlichen Lebensgeschichte Keils bis hin zu dessen eigener Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion. Die eigentlichen Verhandlungen schildert Keil lebhaft und berichtet in der Tat einige nennenswerte Anekdoten am Rande. Keil war jedoch nicht bei allen Sitzungen dabei und auch die internen deutschen Beratungen hat er nicht aus erster Hand erfahren. Trotzdem liefert er ein einprägsames Bild der Verhandlungen und betont aus seiner Sicht mehrmals, wie entscheidend der persönliche Einsatz Adenauers für den Erfolg der Gespräche war.
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 4.212.3132.62 Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: Rolf-Dietrich Keil: Mit Adenauer in Moskau. Bonn: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3249-mit-adenauer-in-moskau_4254, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 4254 Rezension drucken
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