/ 03.06.2013
Michaela Riese / Hans-Peter Riese
Moskauer Machtspiele. Wer regiert Rußland?
Berlin: Aufbau Taschenbuch Verlag 1997; 128 S.; 12,- DM; ISBN 3-7466-8507-9Die Autoren (Journalisten) zeichnen in ihrem Essay ein realistisches Bild der sozialen und politischen Lage in Rußland. Sie schildern den Werdegang des Präsidenten vom kommunistischen Funktionär zum direkt gewählten Präsidenten der Russischen Föderation. Dabei führen sie das große politische Geschick Jelzins vor, zum rechten Zeitpunkt die richtigen Allianzen zum Machterhalt oder -neugewinn einzugehen. Die Journalisten analysieren, welche Gruppen durch die ökonomischen und politischen Reformen seit Beginn der Perestroika gewonnen und welche verloren haben. Ihr Fazit zur Außenpolitik lautet, daß "Rußland unter einem Präsidenten Jelzin wohl kaum eine ernsthafte Bedrohung für den Westen darstellen wird" (105). Der Ausblick in die Zukunft fällt recht optimistisch aus, da die politischen und wirtschaftlichen Indikatoren eine "gute Überlebens- und Entwicklungschance" (105) böten.
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.62 | 4.22
Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Michaela Riese / Hans-Peter Riese: Moskauer Machtspiele. Berlin: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3238-moskauer-machtspiele_4243, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 4243
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Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
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