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/ 04.06.2013
Thomas Urban

Polen

München: C. H. Beck 1998 (Beck'sche Reihe: Länder 875); 221 S.; 22,- DM; ISBN 3-406-39875-8
Der Osteuropa-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung mit Sitz in Warschau legt einen faktenreichen, gut lesbaren, übersichtlichen Länderführer vor, der all den Lesern zu empfehlen ist, die sich einen Überblick über das Land verschaffen wollen. Das Taschenbuch gliedert sich in vier Kapitel, jedes stellt eine geschlossene Einheit dar. Zunächst werden die verschiedenen Regionen präsentiert sowie die Geschichte des Landes vom Beginn des polnischen Nationalstaates bis in die Gegenwart rekapituliert. Im Abschnitt über "Politik und Wirtschaft" geht es neben den politischen Institutionen auch um den "Mythos Solidarnosc", den Umgang mit der kommunistischen Vergangenheit sowie die Medienlandschaft. Ebenso finden die Probleme des wirtschaftlichen Transformationsprozesses und die Orientierung hin zur Europäischen Union Beachtung. Abschließend geht Urban auf kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen Polens ein; er erwähnt den Rückgang des kirchlichen Einflusses (lediglich ein Drittel der Katholiken des Landes halten sich gemäß einer soziologischen Untersuchung an kirchliche Glaubens- und Lebensregeln), die Westorientierung der Postkommunisten und die Amerikanisierung der Jugend.
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.62 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Thomas Urban: Polen München: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6323-polen_8585, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8585 Rezension drucken
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