/ 12.06.2013
Stefan Mayer
Regionale Europapolitik. Die österreichischen Bundesländer und die europäische Integration. Institutionen, Interessendurchsetzung und Diskurs bis 1998
Wien: Braumüller 2002 (Institut für Föderalismus - Schriftenreihe 87); XXVI, 438 S.; 47,90 €; ISBN 3-7003-1396-9Diss. phil. Salzburg; Gutachter: H. Dachs. - Der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union stellte 1995 die Bundesländer vor die Notwendigkeit, eine wirksame regionale Interessenvertretung in Brüssel und entsprechende Mitwirkungsrechte in Wien einzurichten. Ausgehend von einer begrifflichen Bestimmung dieser regionalen Europapolitik untersucht der Autor zunächst Prozesse der Regionalisierung und Formen der regionalen Zusammenarbeit in Europa, bevor er sich dann der Rolle und dem Einfluss der EU auf die Regionen selbst zuwendet. Anschließend widmet er sich den Voraussetzungen, Ressourcen und Adressaten der regionalen Europapolitik der österreichischen Bundesländer. Dabei wird deutlich, dass sich die „dritte Ebene" zwar an die „Rückwirkung" („Europäisierung") europäischer Integration institutionell und strukturell angepasst hat. Aber gleichzeitig weist Mayer nach, dass regionale Akteure in der europapolitischen Praxis vor allem auf informelle Kanäle der Mitwirkung und Einflussnahme zurückgreifen.
Stefan Gänzle (GÄ)
Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.4 | 3.7 | 2.21 | 5.41
Empfohlene Zitierweise: Stefan Gänzle, Rezension zu: Stefan Mayer: Regionale Europapolitik. Wien: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14243-regionale-europapolitik_23928, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23928
Rezension drucken
Politikwissenschaftler.
CC-BY-NC-SA