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/ 04.06.2013
Christine D. Althauser

Rußlands Weg in den Europarat

Münster: Lit 1997 (Heidelberger Studien zur internationalen Politik 7); 216 S.; brosch., 39,80 DM; ISBN 3-8258-3535-9
Politikwiss. Diss. Heidelberg; Erstgutachter: K. von Beyme. - Rußland ist einen weiten Weg von der Systemkonkurrenz im Rahmen der Sowjetunion gegen den Westen hin zur Mitgliedschaft im Europarat gegangen. In ihrer Studie zeichnet die Autorin, die im Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik arbeitet, den russischen Weg in den Europarat und die ersten Erfahrungen in dieser Organisation nach. Dabei sieht sie den gesamten Prozeß natürlich auch vor dem Hintergrund der internationalen Umwälzungen am Anfang dieses Jahrzehnts. Sie kommt zu dem sehr vage formulierten Fazit, daß die Aufnahme Rußlands in den Europarat eine Beschwichtigung vor dem Hintergrund der NATO-Osterweiterung sein sollte, kann dies jedoch nicht belegen (199). Auf sicherem Grund bewegt Althauser sich mit der These, daß die Motive des Europarates für die Aufnahme Rußlands in erster Linie darin bestanden, Rußland einzubinden. Die erste Zeit der russischen Mitgliedschaft zeigte jedoch, daß viele ursprünglich als Vorbedingung gedachte Kriterien für die Mitgliedschaft längst noch nicht erfüllt sind. Das wechselseitige Verhältnis bleibt spannungsvoll.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.222.624.3 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Christine D. Althauser: Rußlands Weg in den Europarat Münster: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5095-russlands-weg-in-den-europarat_6702, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 6702 Rezension drucken
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