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/ 06.06.2013
Donal O'Sullivan

Stalins "Cordon sanitaire" Die sowjetische Osteuropapolitik und die Reaktionen des Westens 1939-1949

Paderborn u. a.: Ferdinand Schöningh 2003; 437 S.; 49,- €; ISBN 3-506-70142-8
Geschichtswiss. Habilitationsschrift Eichstätt. - Der Autor untersucht die Politik der UdSSR gegenüber Osteuropa vom Beginn des Zweiten Weltkrieges bis 1949. O'Sullivan zeigt, dass Stalin die Bereitschaft dazu erkennen ließ, einzelne Länder aus dem sowjetischen Machtbereich als Faustpfand bei Verhandlungen zur Zukunft Deutschlands zu nutzen. Erst ab 1947 ging der sowjetische Machthaber dazu über, den im Laufe des Weltkrieges geschaffenen „Cordon sanitaire" um den europäischen Teil der UdSSR zu konsolidieren. Dabei konnte er sich auf den Willen der kommunistischen Parteien in Polen, Ungarn, der Tschechoslowakei, Bulgarien und Rumänien verlassen, eine geschlossene kommunistische Einflusszone von der Grenze Norwegens bis zur Türkei zu unterstützen. Entscheidend für diesen Erfolg Stalins blieb jedoch auch der Unwille führender westlicher Politiker, sich für das Schicksal der mittel- und osteuropäischen Staaten einzusetzen.
Stefan Gänzle (GÄ)
Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.222.62 Empfohlene Zitierweise: Stefan Gänzle, Rezension zu: Donal O'Sullivan: Stalins "Cordon sanitaire" Paderborn u. a.: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8886-stalins-cordon-sanitaire_23772, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23772 Rezension drucken
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