/ 04.06.2013
Gerald Schmitz
Tibet und das Selbstbestimmungsrecht der Völker
Berlin/New York: Walter de Gruyter 1998; XIV, 362 S.; geb., 168,- DM; ISBN 3-11-016109-5In erster Linie wendet sich diese Arbeit durch Aufbau und Argumentationsweise an Völkerrechtler. Da die Frage nach der Geltung des Selbstbestimmungsrechts für die Tibeter aber auch eminent politische Konsequenzen haben kann, ist das Buch sicherlich auch für Politikwissenschaftler, die sich mit dem Thema Tibet befassen, interessant. Nach einer Darstellung der geographischen und historischen Voraussetzungen diskutiert der Autor im zweiten Teil den Rechtscharakter des Selbstbestimmungsrechts. Daran schließt sich eine Darstellung der Grundlagen zum Anwendungsbereich des Selbstbestimmungsrechts an. Im nächsten Kapitel analysiert Schmitz die Anwendbarkeit des Selbstbestimmungsrechts auf Tibet. In seiner Zusammenfassung kommt er zu dem Fazit, daß Tibet aus völkerrechtlicher Sicht sehr wohl das Recht auf Selbstbestimmung zusteht. Zudem sieht er eine Verpflichtung der internationalen Staatengemeinschaft, das Selbstbestimmungsrecht zu fördern. Aus diesem Grund hält er auch Forderungen, das Problem Tibet wieder auf die Tagesordnung der Vereinten Nationen zu setzen, für berechtigt.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.68 | 4.42
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Gerald Schmitz: Tibet und das Selbstbestimmungsrecht der Völker Berlin/New York: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6231-tibet-und-das-selbstbestimmungsrecht-der-voelker_8467, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8467
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M. A., Politikwissenschaftler.
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