/ 21.06.2013
Raj Kollmorgen (Hrsg.)
Transformation als Typ sozialen Wandels. Postsozialistische Lektionen, historische und interkulturelle Vergleiche
Münster: Lit 2005 (Gesellschaftliche Transformationen 3); 279 S.; brosch., 29,90 €; ISBN 978-3-8258-7868-9Seit Ende der 90er-Jahre wurden in einem Forschungsprojekt „Transformation als Epochenbruch in Mittel- und Osteuropa“ an der Universität Magdeburg die gesellschaftlichen Transformationsprozesse in dieser Region verglichen. Im Mai 2004 fand dann in Magdeburg die Abschlusskonferenz des Projektes statt, woraus dieser Sammelband hervorgegangen ist. Die Referenten sind zum allergrößten Teil Soziologen, es findet sich lediglich ein Beitrag von einer Politologin: Am Beispiel der Transformation in der Industrieregion Doneck in der Ukraine stellt Kerstin Zimmer eine Verbindung „zwischen Kultur einerseits und Innovation und Entwicklung andererseits“ (112) her. Ihre Analyse umfasst das Selbstverständnis der Elite und der Bevölkerung, sie behandelt deren Interpretation der regionalen Geschichte und Einschätzung des Potenzials der Region sowie der regionalen Entwicklungsmöglichkeiten. Ansonsten enthält der Band neben stärker theoretisch-konzeptuellen Überlegungen empirisch-vergleichende Analysen, die sich vor allem mit wirtschaftlichen Restrukturierungsprozessen, ihren Akteuren und deren sozialen Einbettungen befassen. Beleuchtet werden die Netzwerke und Lebensweisen von Kleinunternehmern, Händlern und Landwirten im Kontext von Eigentumsreformen.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.2 | 2.61 | 2.68
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Raj Kollmorgen (Hrsg.): Transformation als Typ sozialen Wandels. Münster: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27197-transformation-als-typ-sozialen-wandels_31791, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 31791
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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